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Ostern

Liebe Ministranten,

„Nun ist erfüllet, nun ist vollbracht, was uns Jesaja geweissagt hat!“

Mit der Osternacht sind wir in das größte Geheimnis eingetreten, das es gibt! Am Gründonnerstag gedachten wir des letzten Abendmahls Jesu, in dem er uns und seinen Jüngern sich selbst in der Eucharistie geschenkt hat. Gemeinsam wachten wir mit Jesus am Ölberg und durchlebten in Gedanken die letzten Stunden mit ihm: Stunden der Schmach und des Leides, Stunden der Angst und Verzweiflung. Am Karfreitag schließlich feierten wir Jesu Tod am Kreuz und seine Grablegung, um uns nun, in der Osternacht, über seinen glorreichen Sieg über den Tod zu freuen.

Ihr kennt das sicherlich, dass man – besonders am Karfreitag – beim Gedanken an das Leiden und Sterben Jesu sehr betroffen ist. Und das obwohl man genau weiß, dass Jesus, nachdem er am Karfreitag starb, am Ostersonntag auferstehen wird. Wir sind also bestürzt und betroffen, obwohl wir schon wissen, dass wir Ostern seine Auferstehung feiern werden; wie in jedem Jahr. Das ist doch eigentlich komisch?!

Doch genau das ist es, was diese Auferstehung so unbegreiflich macht. Dieses Geheimnis bewegt uns, macht uns betroffen, weil es uns betrifft. Wir glauben, dass Jesus auferstand – FÜR UNS! Mit wissenschaftlichen Methoden lässt sich so etwas nicht erklären. Es liegt außerhalb unseres Vorstellungsvermögens, dass es so etwas wie Auferstehung der Toten überhaupt geben kann. Wer einmal tot ist, der wird nie wieder hier auf dieser Welt stehen und mit den lebenden Menschen sprechen, so lehrt uns die heutige Wissenschaft.

Allerdings stößt die moderne Wissenschaft bei Gott an ihre Grenzen. Das Mysterium des Todes und der Auferstehung Jesu kann man mit wissenschaftlichen Methoden nicht beweisen, weil dieses Geheimnis alles übersteigt, was je dagewesen ist. Seine übergroße, selbstlose Liebe und Güte können wir nie vollständig erfassen. Gott ist immer viel größer. Viele Menschen können diese Liebe nicht begreifen, wollen vielleicht einfach nicht verstehen, dass Liebe und Güte, die einem nicht unmittelbar Gewinn bringen, mehr bewirken können als Geld, Macht und Ansehen hier auf dieser Welt.

Gottes Sohn stirbt aus Liebe zu den Menschen. Er verhindert nicht, dass die Menschen ihn umbringen, sondern er stirbt, damit er alle Schuld von uns nimmt. Am Ende oder vielleicht am Anfang (?), nach drei Tagen, steht er von den Toten auf, nicht, weil er gerade Lust dazu hatte, sondern weil er uns unendlich liebt!

Durch dieses Opfer, das er brachte, hat Jesus nicht nur den Tod für sich, sondern für alle Menschen besiegt! Seine Verheißung sagt uns: Kein Mensch wird ewig tot sein, jeder Mensch wird Gottes ewige (!) Herrlichkeit schauen, wenn er im Leben an dieses Geheimnis und an diese Liebe und Güte Gottes glaubt.

Und diesen Glauben müssen wir als Christen, besonders an Ostern, verkünden und weitertragen. Alle Welt soll erfahren, „Triumph der Tod ist überwunden! Zum Leben der Unsterblichkeit ist selbst durchs Grab der Weg gefunden!“ Egal ob ihr es als Kreuzreiter, Ministrant oder als „einfacher“ Christ verkündet – eure Aufgabe ist es, dieses Geheimnis zu verkünden; aus dem tiefster Überzeugung daran und aus einer starken Hoffnung!

In diesem Sinne wünschen wir Euch ein frohes und gesegnetes Osterfest mit einem lauten

                „Halleluja, Jesus lebt!“

Euer Ministrantenhelfer-Team