Der Hort

Das Kinderhaus bietet auch Schulkindern einen Lebensraum, weil

  • ein oder beide Elternteile erwerbstätig sind,
  • die Kinder in der Öffentlichkeit immer weniger Freiräume zum Spielen finden,
  • Kinder immer weniger eine kindgemäße Umgebung vorfinden in der sie sich in Gruppen verabreden und treffen können, in der sie mit ihren Interessen und Spielideen geduldet sind,
  • Kinder durch Fernsehen und Zeitschriften immer früher von Gewalt und Katastrophen erfahren, was in ihnen Ängste erzeugt, mit denen sie oft nicht lernen umzugehen,
  • die Geschwisterzahl zurückgeht, so daß sie oft im häuslichen Bereich nicht mehrere Spielpartner vorfinden.

Zu diesen äußeren Faktoren kommt hinzu, daß Kinder mit dem Eintritt in die Schule eine entscheidende Phase der Loslösung vom Elternhaus erfahren.
Es gilt, sich mit Gleichaltrigen zu messen, Leistungen zu bringen, ernst zunehmende Bewertungen zu erfahren. Dazu ist die Schule eine sehr wichtige Institution. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass Gleichaltrige sich im sozialen Bereich als Partner begegnen.
Im Kinderhaus können diese Begegnungen unter zwanglosen Bedingungen stattfinden.
Im Gegensatz zur Schule, die an die Vermittlung von festgelegten Inhalten gebunden ist, soll der Hort Freiräume für Kinder bieten.
Dazu gehört die freie Auswahl von Spielpartnern, Spielinhalten und Räumen.
Gerade dadurch erfahren sie hohe Herausforderungen im sozialen Bereich.

Sie lernen:

  • zuhören
  • durchsetzen oder zurücktreten
  • zu ihren Wünschen stehen
  • wie man Anerkennung bekommt
  • sich zu kontrollieren
  • zu zeigen, was weh tut und begeistert

Die Kinder gehen Beziehungen ein, erfahren Krisen und lernen diese zu überwinden. Es steht das Erlernen von sozialen Verhaltensweisen im Vordergrund verbunden damit, dass wir für die Kinder nach der Schule ein Ort sind, an dem sie nach dem Erledigen der Hausaufgaben, ihre Freizeit sinnvoll und eigenverantwortlich gestalten können.
Feste Bestandteile sind das Angebot eines Malzirkels und die regelmäßige Durchführung der Kinderkonferenz. In den Ferien findet die Betreuung am Vormittag mit einem Ferienprogramm statt.

Zusammenarbeit mit der Schule

Hort und Schule – Sozialpädagogik und Unterricht können sich ergänzen, um eine ganzheitliche Tagesbetreuung der Kinder zu gewährleisten.
Da beide Bereiche andere Hauptschwerpunkte legen, ist ein reger Austausch zwischen beiden Institutionen nötig. Das geschieht vor allem am Jahresanfang, wenn die Kinder von der Schule abgeholt werden.
Darüber hinaus ist es uns ein Anliegen, mit der Schule eine gute Zusammenarbeit zu pflegen.
Zum Schuljahresbeginn werden die Erzieherinnen der Vorschulkinder zu einer Auswertung der in der Schule durchgeführten Schuleingangsdiagnostik der letzten ABC Schützen eingeladen.
Zusätzlich ist am Beginn des Kindergartenjahres ein Elternabend für die Vorschulkinder.
Eine Vertreterin der Grundschule informiert über die Schulvorbereitung und der sich daraus ergebenden Aufgaben für das Kinderhaus, Grundschule und das Elternhaus.
Hospitationsmöglichkeiten durch die Erzieherinnen und Schnupperstunden für die Schulanfänger werden von der Grundschule angeboten.