Unsere Grundsätze

(1) Die Würde unseres Dienstes

Unser Ministrantendienst ist eine Aufgabe zur Ehre Gottes. Diesen Dienst tun wir stellvertretend für das ganze Volk Gottes. Oberstes Gebot ist dabei die bewusste innere Teilnahme am heiligen Geschehen der Messe. Dies hat Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir unseren Dienst verrichten; wie wir stehen, sitzen oder gehen. Ehrfurcht vor der Größe Gottes prägt deswegen unser Ministrieren.

(2) Das Verhalten in der Kirche

Die Kirche ist ein heiliger Ort. Danach richtet sich auch unser Verhalten. Beim Ministrieren ist unser Blick aufmerksam auf das Geschehen am Altar gerichtet. Gequatscht wird dabei nicht. Mitsingen und -beten dagegen gehört auf jeden Fall dazu! Alles verrichten wir so, dass es der Würde und Feierlichkeit der Heiligen Messe zuträglich ist: andächtig, langsam und gleichzeitig. Auch außerhalb der Messe wird in der Kirche nicht gerannt, nicht geschrien und nicht geflucht; auf Kaugummis und Kopfbedeckungen verzichten wir.

(3) Die Vorbereitung auf den Dienst

Wer eingeteilt ist, kommt 15 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes in die Sakristei, an großen Feiertagen 30 Minuten. Dort legen wir die liturgische Kleidung an. Wir achten aufeinander, dass alles gut sitzt. Da die Sakristei zur Kirche gehört, unterbleibt auch da unnötiges Schwatzen und Herumlaufen. Vor und nach dem Gottesdienst sprechen wir gemeinsam ein Gebet. Bitte achte darauf, die Sakristei ordentlich zu verlassen, indem du deine Gewänder sauber aufhängst.

(4) Unser Erscheinungsbild

Wir ministrieren stets mit schwarzen Schuhen und langer Hose (auch, wenn es heiß ist), mit gewaschenen Händen und gekämmten Haaren. Kapuzenpullover, Sandalen und Turnschuhe sind tabu. Zu großen Feiertagen ist ein weißes Hemd empfehlenswert.

(5) Wenn etwas schiefläuft

Damit jeder weiß, was er am Altar zu tun hat, üben wir regelmäßig für unseren Dienst. Gerade vor den Feiertagen gibt es deswegen gesonderte Übungsstunden. Manchmal – auch in gewöhnlichen Alltagsmessen – geht etwas schief. Das ist nicht schlimm! Aber du bekommst vielleicht eine Rückmeldung von Priestern, Eltern, Gemeindemitgliedern oder Ministrantenhelfern. Auch wenn es nicht immer so klingt: Die Rückmeldungen sind immer nett gemeint. Sie sollen für die Zukunft helfen. Versuch das nächste Mal, aufmerksamer bei der Sache zu sein!

(6) Die Ministrantenstunde

Die Ministrantenstunde ist der wöchentliche Treff unserer Ministrantengruppe. Deswegen ist es schön, wenn du auch mit dabei bist! Ohne dich fehlt uns etwas! Durch deine Aufmerksamkeit und dein Verhalten ermöglichst du es, dass die Ministrantenstunde zu einer schönen Zeit werden kann, und nicht in Chaos und Lärm zu Ende geht.

(7) Die Einteilung der Dienste

Als Ministrant erklären wir uns dazu bereit, Dienst am Altar zu tun. Die Ministrantenhelfer versuchen, die verschie-denen Dienste unter allen Ministranten gerecht zu verteilen. Nicht immer kann sich jeder seine Lieblingszeit aussuchen. Danke, dass du diese Dienste trotzdem übernimmst! Auch die Ministranten, die nicht zur Ministrantenstunde kommen konnten, können eingeteilt werden. Bitte gib daher rechtzeitig Bescheid, wenn du an gewissen Terminen nicht ministrieren kannst. Schau bitte jede Woche auf den Ministrantenplan. Dieser ist in den Aushängen oder im Internet zu finden.

(8) Die Suche nach Vertretungen

Wer zwar eingeteilt ist, aber nicht zum Ministrieren kommen kann, sucht sich selbst eine Vertretung. Dafür gibt es eine Kontaktliste aller Ministranten. Selbstverständlich helfen wir einander, wenn uns jemand um Hilfe bittet. Das bedeutet also, dass du – wenn dich jemand um eine Vertretung bittet – diese auch gern übernimmst.

(9) Das Verhalten gegenüber unseren Mit-Ministranten

Wir verhalten uns stets fair und hilfsbereit gegenüber unseren Mit-Ministranten. Gelästert oder gemobbt wird nicht.

(10) Die Freude am Dienst

Ministrantsein ist eine tolle Sache! Sie soll uns Spaß und Freude bereiten. Deswegen gehört neben Ehrfurcht vor allem eins dazu: die Freude!