Regionalversammlung des Kolpingwerkes nimmt Stellung zu PEGIDA-Demonstrationen

Erklärung der Regionalversammlung des Kolpingwerkes Region Ost bei der Regionalversammlung der Delegierten in Rossbach vom 30. bis 31. Januar 2015:

Die PEGIDA-Demonstrationen in Dresden und deren Ableger in ganz Deutschland sowie die entsprechenden Gegendemonstrationen und Veranstaltungen bewegen die Menschen in Deutschland.

Die Delegierten der Regionalversammlung 2015 rufen alle Menschen guten Willens auf, in einem fairen Dialog zu notwendigen und auf christlichen Werten gründenden Lösungen der aufgeworfenen Fragen und Probleme zu kommen.

Wir lehnen pauschale Schuldzuweisungen oder ein „Schubladendenken“ ebenso ab, wie Parolen und Meinungsmacherei, die Ängste aufbauen bzw. verstärken oder Hass schüren sowie jegliche Form von Fremdenfeindlichkeit, Religionsbekämpfungen, Rassismus, Terrorismus oder sonstiger gewalttätiger Auseinandersetzungen.

Wir als Kolpingwerk Region Ost sind für eine Willkommenskultur in einer freien und demokratischen Gesellschaft, wo die Werte und Prinzipien der Katholischen Soziallehre/ Christlichen Gesellschaftslehre – Personalität, Subsidiarität, Solidarität, Nachhaltigkeit und Gemeinwohl – vor Ort ausbuchstabiert und gelebt werden.

Hier sind aber auch die politisch Handelnden in unserem Land angefragt. Es braucht Antworten auf die Fragen: Wie können bestehende Gesetze, die die Einwanderung nach und den Aufenthalt in Deutschland unkompliziert und verständlich gestaltet bzw. in einem Einwanderungsgesetz gebündelt werden? Wie können die Rahmenbedingungen für die Integration von Zuwanderern verbessert werden? Wie kann die politische Arbeit noch transparenter und einladender sein, damit sich Bürgerinnen und Bürger mehr beteiligen und mitgenommen werden.

Ungeachtet dessen sind wir aber alle täglich immer wieder aufs Neue gefordert, mit unseren Talenten und Möglichkeiten für eine menschenwürdige und geschwisterliche Welt einzutreten, wo das Gebot der Nächstenliebe praktiziert wird. So rufen wir die Aussage unseres Verbandsgründers Adolph Kolping ins Gedächtnis, der 1853 im „Katholischen Volkskalender“ geschrieben hat:

„Tut jeder in seinem Kreise das Beste, wird’s bald in der Welt auch besser aussehen!"

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