Chronik

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1986

1986 konnte das Jubiläum 700 Jahre Stadtrechte gefeiert werden. Eine herzliche Gratulation mit schönem Feuerwerk war vor der Pfarrkirche zu erleben. Der Kolpingchor sang vom Turm aus.

Vor den Gottesdiensten am Dienstag, Mittwoch und Freitag wurden neuerdings Beichtgelegenheiten vermeldet. Auch eine Anbetungsstunde am Freitag wurde aufgrund des Jubiläumsjahres angeregt.

Am 6. Januar feierte Prälat Salowsky seine Ernennung zum Kapitular in Bautzen mit einem Festessen und großem Empfang.

Bei der Kolpingfamilie zeigt Herr Piatza Dias zum Thema "Wittichenau vor 30 Jahren".

Bei der Häuserweihe wurde eine  Einladung für die kommende Mission in deutsch und sorbisch gedruckt in den Familien ausgegeben.

Nach dem Ausscheiden von Fr. Robel konnte mit Fr. Wolf (geb. Streich) eine neue Helferin für die Herrgottsstunde begrüßt werden.

Ende Januar wurde die Sakristei neu gemalt, einige restaurierte Figuren wurden angebracht.

Die Mission wurde am 23. Februar mit gutem Besuch beendet.

Die Lautsprecheranlage in der Kirche wurde mit zusätzlichen Lautsprechern erweitert.

Den Brautkurs besuchten 22 heiratswillige Paare.

Am Freitag, den 14. März brannte gegen 22:30 Uhr der Schornstein der Pfarrkirche. Brandmeister Zomack kam angerannt und sagte: "Beobachten wir es und lassen wir es brennen, dann ist der Schornstein wieder ganz sauber. Wenn wir mit Wasser kommen, ist der Schaden enorm." So entstand kein Schaden.

Am 18. März gab es ein Telefongespräch über die Kreuzreiterprozession zum Osterfest mit Herrn Homola und Herrn Raum von der Abteilung "Inneres". Am Abend gab es ein Treffen in Litschen und später eines mit Bischof Huhn in Görlitz. Erneute Verhandlungen fanden am 19. März und am 20. März mit Kaplan Nawka in Hoyerswerda statt. Das Ergebnis war positiv für die Prozessionsordnung, angeregt durch Herrn Deising, Bezirk Cottbus, und Bischof Huhn. Auch mit dem Kardinal in Berlin musste ein Gespräch über die Situation in Wittichenau geführt werden. Herr Lange gab aus Berlin die Nachricht durch: Wittichenau kann beruhigt die Karwoche feiern. Überraschend kündigte sich Herr Merseburger von der ARD an. Am Ostersonntag wurden dann in der ARD gute Bilder (Beitragslänge: 1 Minute und 29 Sek.) über das Osterfest in Wittichenau ausgestrahlt. Trotz der vorangegangenen Ärgernisse von Seiten der Volkspolizei war keine Polizei beim Fest sichtbar. Nur Abschnittsbevollmächtigter (ABV) Dutschmann aus Spohla regelte als unterste Behörde alles.

Als Vorbereitung auf das Jubiläum wurde der 3. bis 6. Fastensonntag zusätzlich gestaltet. In der Pfarrkirche wurde ein Jesusfilm gezeigt. Kaplan  Nawka predigte 1 Stunde über Leben und Leben lassen. In der Pfarrkirche wurde in der Frauenmesse und im Krankenhaus die Krankensalbung gespendet. Der Gottesdienst für die Verstorbenen der Gemeinde, als Abschluss der Mission, wurde schlecht besucht und scharf kritisiert, weil die Verkündigung in deutscher und sorbischer Sprache gehalten wurde und auch die Liedwahl dementsprechend war.

Die Passion am Palmsonntag sang mit sehr gutem Anklang der Kolpingchor. Auch die Grabsänger waren wieder zu hören. Wegen der Schwierigkeiten am Osterfest und des Erscheinens der ARD kam Herr Generalvikar Birkner nach Wittichenau und feierte die Spätmesse um 10:15 Uhr. Er war über die völlig überfüllte Kirche erstaunt.

Eine große Schar Wittichenauer fuhr nach Drebkau zum Goldenen Priesterjubiläums von Pfarrer Paul Graf.

Bischof Huhn besuchte am 6. April die Kolpingsfamilie. Bei vollem Haus mit 116 Besuchern gab er geistliche Anregungen.

Am 30. April löste die Seelsorgshelferin Frau Langer mit Zustimmung des Bischofs ihr Arbeitsverhältnis. Sie siedelte nach Westdeutschland über.

Auf dem Friedhof gab es wie im vergangenen Jahr durch Jugend und Kolping Arbeitseinsätze. Die Halle Rittermann wurde verputzt, das Dach neu gedeckt, eine Zwischendecke eingezogen und Fußbodenplatten neu verlegt.

Am 7. April kann die Ausstellungskommission in der Kreuzkirche letzte Feststellungen treffen.

In Erfurt verstarb Prof. Müller, der vor Jahren am Patronatsfest in Wittichenau eine wunderbare Kinderpredigt gehalten hatte.

Am 26. April hing eine radioaktive Wolke über Europa von der Explosion des Atomkraftwerks in Tschernobyl in der Ukraine.

In den Altenrunden im Mai wurde anhand von Bildern und Dokumenten an Wittichenauer Geschichte erinnert.

Der Betriebsausflug führte am 13. Mai zur Sternwarte nach Cottbus.

Die Fronleichnamsprozession im Jubiläumsjahr fand am Donnerstag um 9:00 Uhr bei sehr guter Beteiligung und kühler und windiger Witterung statt. Am Nachmittag regnete es ein wenig. Dennoch war die Andacht sehr gut besucht.

Die Wohnung der ehemaligen Seelsorgehelferin Langer war mit Dokumenten aus der Geschichte der Gemeinde ausgelegt.

Der Fronleichnamssonntag musste um 8:30 Uhr in der Pfarrkirche gefeiert werden, da der Sportplatz total eingenässt war. Die Prozession mit dem Allerheiligsten hielten wir trotzdem zum Sportplatz und zurück. Die Veränderung der Prozession wurde vorher dem Abschnittsbevollmächtigten der Volkspolizei gemeldet.

Am 22. Juni, dem Wallfahrtssonntag nach Neuzelle, fand eine Festandacht mit dem Posaunenchor Wittichenau und Görlitz in der Pfarrkirche statt. Die Festpredigt hielt Pfarrer Bockisch. Die evangelische Kirche wollte damit eine Gabe zum 700. Jubiläum der Stadt Wittichenau einbringen. Zum 1. Mal ergriff in dieser festlichen Stunde der evangelische Bischof Rogge, der noch neu im Amt war und zufällig in Groß Särchen war, das Wort. In der Kirche erklang Beifall.

Eine Woche vor Eröffnung der Ausstellung zum Stadtjubiläum kommt Herr Dr. Seifert und bringt in 3 Stunden Arbeit die ganze Ausstellung durcheinander. Herr Mikwauschk ist verärgert. Christoph Brückner nimmt Urlaub und in einer Woche voller Arbeit wird die Ausstellung doch noch vollendet.
Termine: 1. Ausstellung im August, 2. Kapellknaben am 20. September, 3. festliche Stunde am 11. Oktober, 4. Festpredigt am Rosenkranzfest Pfarrer Bockisch, 5. Festgottesdienst am Kirchweihtag mit Bischof Huhn, 6. Festgeläut am 8. Oktober, dem Tag der Abfassung der Urkunde von 1286.

Neupriester Stephan Delang spendet am 27. Juli den Primizsegen.

Am Patronatsfest und auch an der Prozession beteiligten sich viele Gläubige. Vor dem Patronatsfest war die Gedächtnistafel für Oberst Schadowitz (Krabat) in der Pfarrkirche angebracht worden.

Am 23. August wurde um 15 Uhr mit den Helfern die Ausstellung zum Stadtjubiläum eröffnet. Ab 16 Uhr durfte dann die Gemeinde in die Kreuzkirche. Bis Sonntagabend wurden schon 418 Besucher gezählt. Am Montag, den 25. August fand für den Bürgermeister Koden und die Mitarbeiter eine Führung statt.

Vor dem Jubiläumssonntag konnte das Kreuz vor der Pfarrkirche wieder aufgestellt werden.

In Marienthal wurde Schwester Benedikta neue Äbtissin.

Der Altentag fand am 1. Advent im Volkshaus statt. Zuvor war eine Andacht in der Pfarrkirche gefeiert worden. Bei der Feier konnten Dias vom Stadtjubiläum und den kirchlichen Feiern gezeigt werden.

Udo Jäkels erste Proklamation wurde in der Kirche verlesen. Die Diakonatsfeier fand in Cottbus statt. 

In der Kreuzkirche fand der Kolpinggedenktag mit Pfarrer Friemel statt. Dazu kamen 170 Besucher.

Die Kollekte für Not in der Welt erbrachte 43.000,- M.

In Neuzelle verstarb mit 58 Jahren Schwester Ottilie, geb. Graf.

In Cottbus feierte Caritasdirektor Wagner sein Silberjubiläum, in Finsterwalde Pfarrer Weyers.

50 kirchliche Mitarbeiter kamen am 27. Dezember zum Feiern zusammen.

Der Bläserchor mit Herrn Scholze verabschiedete das Jahr mit Kirchenmelodien vom Turm aus in 22 Metern Höhe.

1987

Die Mutter von Kaplan Seewald wurde in Dresden beerdigt.

Wegen der Häuserweihe war der Unterricht ausgefallen, in der Woche nach dem 18. Januar musste er wegen der Kälte ausfallen.

Der Konvent des Dekanates mit dem Bischof fand wegen der Kälte in Lauta statt.

Pfarrer Schubert feierte am 15. Januar seinen 70. Geburtstag in der Kirche von Hoyerswerda und anschließend in der Gaststätte "Zum Elstergrund" in Dörgenhausen.

Kaplan Seewald hielt die Büttenpredigt mit dem Thema "Das goldene Kalb für die Wittichenauer".

Das Pfarrbüro blieb viele Wochen wegen Krankheit unbesetzt.

Kaplan Seewald, Pfarrer Schubert und Pfarrer Morawietz halten die Fastenpredigten über die schmerzhaften Rosenkranz-Geheimnisse.

 Für den 22. März wurde die Pfarrgemeinderatswahl festgelegt. Die Vorstellung der Kandidaten erfolgte am 15. März.

Zur Vorbereitung auf das Katholikentreffen in Dresden wird ein Holzkreuz von Pfarrgemeinde zu Pfarrgemeinde weitergereicht. In unserer Gemeinde findet eine schöne Kreuzverehrungsandacht statt.

Der neue Pfarrgemeinderat wurde der Gemeinde vorgestellt.

Zwei Figuren des Krippenaltars kommen von der Restauration zurück.

Das Osterfest bescherte wunderbares Wetter. Die Zuschauer konnten die Prozession ohne Mantel am Straßenrand verfolgen.

Der Papst besuchte die Bundesrepublik.

Am 10. Mai fand eine schöne Tanzveranstaltung in Wittichenau statt.

Im Pfarrbüro werden die Anmeldungen für das Katholikentreffen in Dresden entgegen genommen.

Dr. Schimke hielt in Wittichenau einen Großkonvent zum Thema Genforschung.

Pater Wendelin, der sich im Wittichenauer Krankenhaus seelsorglich engagierte, empfing am 21. Mai die Krankensalbung durch unseren Bischof und starb am Himmelfahrtstag mit 77 Jahren. Die Beerdigung fand in Görlitz statt.

Am Donnerstag, den 21. Mai feiert der Bischof einen Dorfgottesdienst in Dörgenhausen. Die festliche Runde fand anschließend im Saal der Zwischengenossenschaftlichen Bauorganisation (ZBO) mit dem Bischof statt. Viel Ärger gab es mit den Genossen in Dörgenhausen über diese Veranstaltung.

Mit Herrn Münzberg wurden Gespräche über den Bau eines Gemeindesaales geführt. Herr Schulz vom Kreisbauamt gab Empfehlungen.
An der Kreuzkirche wurde damit begonnen den Putz abzustemmen.

Pfarrer Krahl aus Ostro predigt in allen Gottesdiensten am Sonntag, dem 15. Juni als Vorbereitung auf die Priesterweihe und Primiz von Udo Jäkel. Nachdem die Kanzelverkündung der Priesterweihe erfolgt war, wurde für ein Geschenk gesammelt.

Am Fronleichnamssonntag konnte die hl. Messe nicht auf dem Sportplatz gefeiert werden. Es war zu nass. Dafür war die Nachmittagsprozession am Sonntag gut besucht.

Kaplan Seewald wurde am 1. September nach Görlitz versetzt. Zum gleichen Termin kam Fräulein Winzer von der Aspirantur des Adalbertstifts nach Görlitz.

Die Priesterweihe von Diakon Jäkel fand am 27. Juni in Görlitz statt. Die Primizfeier war ein schönes Fest. Die festliche Andacht und das Überreichen des Geschenkes (3.000,- M) war für alle eine Freude.

Rudolf Müller wurde am 1. Juli zum Bischof von Görlitz geweiht. Es herrschte schwer erträgliche Hitze.

Der ehemalige Caritasdirektor Pfarrer Cebulla wurde in Hoyerswerda beerdigt.

In der Zeitung waren gute Berichte zum Katholikentreffen in Dresden zu lesen.

An der Kreuzkirche fand am 8. Juli ein Baueinsatz zum Verputzen der Mauern statt. Etwa 25 Männer und Jugendliche sind beim Mittagessen vereint.

Pfarrer Schubert feierte sein 40-jähriges Priesterjubiläum.

Am 27. Juli kam der Neupriester Jaunich zum Primizsegen.
In Schwarze Pumpe feierte Pfarrer Wientzek sein goldenes Priesterjubiläum.

In den Gottesdiensten wurde um eine gute Ernte gebetet, denn der Regen ließ das Einbringen der Ernte nicht zu.

Am Fest Marie Geburt, dem 8. September, wurde Pfarrer Peltner tot aufgefunden. Unser Bischof beerdigte ihn in Wittichenau mit großer Anteilnahme der Gemeinde.

Seit dem 27. September wurde nach dem Sonntagsgottesdienst um 7 Uhr wieder das "Gegrüßet seist du Maria" sieben Mal gebetet.

Der Ausflug der kirchlichen Mitarbeiter führte mit dem LPG-Bus nach Bautzen und Schirgiswalde. 

Die Kreuzkirche wurde in einer Hauruckaktion neu gemalt. Die Orgel wurde im Altarraum aufgestellt.

Der letzte Elternabend zur Vorbereitung auf die Firmung fand in der renovierten Kreuzkirche statt. 117 Kinder und 2 Erwachsene wurden in einem schönen Gottesdienst gefirmt.

Für das Verputzen des Kindergartens und für den Einsatz auf dem Friedhof wurde allen Helfern gedankt.

Am 27. Oktober fand mit dem Kreisvorsitzenden Auerswald und Vertretern der Abteilung "Inneres" mit dem Generalvikar Birkner im Rathaus ein Gespräch statt. Im Namen des Kirchenvorstandes war gegen die Baupläne für das an den Sportplatz angrenzende Gelände (Kottener Straße) protestiert worden. Herr Dr. Winkler plädierte für den Bau von etwa 100 Wohnungseinheiten.

Als Rentnerpriester kam Pfarrer Wientzek ins St. Adalbert-Stift.

Das Fest Allerheiligen konnte am 1. November bei schönem Wetter mit großer Beteiligung der Gemeindemitglieder begangen werden.

Der ehemalige Kaplan Robert Schmidt, der als Priester ausgeschieden war, verstarb Anfang November.

Auf der Hofseite des Kindergartens wurde das Dach neu gedeckt. Dazu waren viele Einsätze nötig.

Die Andacht zum Martinsfest fand in der Kreuzkirche statt, denn der Hof im Kindergarten war durch die Rüstung für die Dachdeckerarbeiten zugestellt.

Den Altentag gestaltete eine sorbische Kindergruppe. In der Abschlussandacht in der Pfarrkirche musizierten erstmals die Bläser um Herrn Scholze.

Pfarrer Richter von der evangelischen Gemeinde verabschiedete sich am 6. Dezember und wartete auf die Ausreise in die BRD. Im Namen der Gemeinde schenkte ihm Pfarrer Morawietz ein Holzkreuz mit Korpus.

Frau Großmann erhielt ihre Ausbürgerung am Samstag, den 5. Dezember.

Die Altarweihe in Rosenthal fand am 5. Dezember statt.

Der ehemalige Wittichenauer Kaplan Birkner feierte am 19. Dezember seinen 25. Weihetag.

In Oßling wurde einige Jahre am Hl. Abend ein deutsch-sorbisches Rorateamt gehalten. Kaplan Jaunich erklärte dieses Experiment für beendet. So feierte fortan die deutsche Jugend in Oßling allein die Roratemesse und die sorbische Jugend in Kotten.

Die Christnacht wurde mit guter Beteiligung gefeiert. Jedoch gab es wieder stille Proteste wegen der sorbischen Lesung.

1988

Vor dem geöffneten Tabernakel begann das Jahr mit der nächtlichen Anbetung. Dazu waren die Gläubigen zahlreich in die Pfarrkirche gekommen.

Am Nachmittag begann die Häuserweihe in Kotten. Der Ferientag am 2. Januar wurde für einen Kinder-Gottesdienst in Kotten genutzt. Die Kapelle war sehr gut gefüllt. Der Pfarrer predigte über Maria, die Gottes Wirken preist. Gegen 21 Uhr waren alle Häuser des Ortes Kotten  gesegnet.

Für die Häuserweihe in Rachlau war mit 39 Familien nur ein Tag eingeplant worden. Für die späteren Jahre wurde entschieden, daß das Dorf zwei Tage für die Häuserweihe benötigt.

Beim Empfang des Domkapitels für geladene Gäste in Görlitz sprach Prälat Puzik über die Sehnsucht nach Glück und den Segen Gottes.

Der Kommunionunterricht begann wieder am 11. Januar.

Am Dienstag, den 12. Januar fand eine Bausitzung mit Generalvikar Birkner und Herrn Münzberg statt. Es wurde über den Bau eines neuen Gemeindehauses beraten.

Am Sonnabend, dem 16. Januar besuchte der Bischof unsere Gemeinde. Der Besuchstag begann mit einem deutschen Gottesdienst um 10 Uhr. Bei der Sitzung mit den Kindergärtnerinnen in der ehemaligen Wohnung der Kapläne im Pfarrhaus gab der Bischof Anregungen für die Arbeit des Kinderhauses. Im Caritaszimmer trafen die Diakonatshelfer den Bischof. Mit allen Geistlichen gab es ein festliches Mahl.

In Kühnicht wurde der Bischofskonvent gehalten.

Die Vogelhochzeit im Kindergarten war sehr gut vorbereitet. Alle Gruppenzimmer waren gefüllt von Bräuten und Kaplänen.

Die Büttenpredigt hielt Kaplan Jaunich. Seine Predigt fand kein gutes Echo, denn er startete merkwürdige Attacken auf den Pfarrer und den sorbischen Kaplan.

Zum Ehevorbereitungskurs kamen etwa 15 Paare.

Pfarrer Geiger hielt einen Einkehrtag für Paare, die ihre Silberhochzeit gefeiert hatten oder feiern wollten. Zum Abschluss dieses Einkehrtages gab es wie bei einer Hochzeit ein Festessen im Lindenhof.

Die Auseinandersetzungen mit Kaplan Jaunich wird im Priesterkreis immer merkwürdiger.

Pfarrer Schneider gibt sein Pfarramt in Cottbus auf und geht nach Altdöbern.

Am 5. März verstarb nach langem Leiden Peter Wocko im Alter von 30 Jahren.

Seit März schmückten wieder Figuren den Krippenaltar.

Kaplan Jaunich predigte am Gründonnerstag Spaltung in der Gemeinde. Auch Jugendliche waren entsetzt.

Da Pfarrer Morawietz zu seinem 60. Geburtstag in der Kreuzreiterprozession mitreiten wollte, kam Pfarrer Bockisch zur Aushilfe nach Wittichenau. Zur Osterandacht mit dem Rosenkranzgebet kamen viele Gläubige.

Am 9. April kam um 16:50 Uhr die telefonische Nachricht, dass Kaplan Nawka in Rosenthal einen Unfall hatte. Sein Trabant hatte sich überschlagen. Der Schaden betrug 5.300,- M. Dem Kaplan wurde für vier Monate die Fahrerlaubnis entzogen. Außerdem musste er 500,- M Strafe zahlen.

Am 10. April erhält der Pfarrer die Nachricht, dass Kaplan Jaunich im Religionsunterricht erklärt habe: „Ich war zur Jugendweihe, das ist doch nichts“. Am darauffolgenden Montag fand um 11 Uhr dazu ein erregtes Gespräch statt.

Die nächste Hiobsbotschaft kam am Dienstag, den 12. April. Markus Kliemank war von einer Reise in die BRD nicht zurückgekehrt. Damit war die Planung für den Bau eines Gemeindesaales zunichte. Denn das Grundstück Haase war von Herrn Kliemank fingiert für den Bau gekauft worden.

Am 20. April verunglückte Pfarrer Morawietz gegen 23:25 Uhr auf der Heimfahrt von Eisenhüttenstadt bei Bärenklau mit seinem neuen Wartburg. Er hatte er sich mehrmals überschlagen. Der Schaden betrug knapp 6.000,- M.

Die Bänke in der Kreuzkirche waren von Kaplan Jaunich für den Jugendgottesdienst ohne Absprache umgestellt worden. Kindergottesdienste waren in dieser Aufstellung kaum möglich.

Pfarrer Seewald übernahm die Pfarrei Weißwasser.

Die Kolpingsfamilie feierte die Maiandacht in Rachlau mit anschließendem gemütlichem Beisammensein bei Familie Mutschischk.

Die Mütter hielten eine Maiandacht in der Pfarrkirche.

Die Fronleichnamsprozession in Wittichenau fand am Vormittag und Nachmittag mit einer guten Beteiligung statt. Die hl. Messe am Sportplatz wurde trotz Nässe gefeiert. Bei den Prozessionen am Sonntag herrschte schönes Wetter. Eine geplante Spätmesse für schlechtes Wetter war nicht notwendig.

Der Dekanatsausflug führte am 8. Juni nach Gaußig. Der evangelische Pfarrer in der Kirche von Steinwollstätt sagte bei der Führung "Die Jugendweihe ist vom Teufel". Für Kaplan Korneck und Kaplan Jaunich waren das ungewöhnte Töne.

Der ICC gestaltete einen Presseball mit tollem Umzug.
Eine Bläsergruppe aus der Tschechoslowakei spielte auf dem Markt ein Serenadenkonzert bei schönem Wetter.

Jugendliche und Männer von den Dörfern halfen bei einem Einsatz auf dem Friedhof. Ein ganzes Feld konnte geräumt werden.

Die Schachtarbeiten für die Kanalisation auf der Töpferstraße und dem Kirchplatz gestalten sich sehr schwierig.

Pfarrer Pabel feierte seinen 80. Geburtstag.

Die Kolpingsfamilie sanierte bei vielen Einsätzen die hintere Friedhofsmauer.

Pfarrer Morawietz beging seinen 60. Geburtstag mit einem Fest. Dafür wurde am 29. Juli ein Zelt aus Zerna aufgebaut. Mit Dr. Seifert konnte der Pfarrer ein Gespräch über das Jubiläum der Kreuzreiterprozession in Bautzen führen. Im Zelt wurde am Freitag, am Sonnabend und am Sonntag gefeiert. Am Dienstag, den 2. August kamen am Vor- und Nachmittag viele Gratulanten um dem Pfarrer Glückwünsche zu überbringen, so u.a. Bischof Huhn und Dompropst Puzik. Kaplan Nawka leitete ab 15 Uhr all die Darbietungen ein. Die Frauen vom Chor brachten einen gedichteten Song zur Aufführung. Im Zelt herrschte eine tolle Stimmung. Das Wetter war nicht warm, auch nicht kühl. Petrus bescherte gar einige Tropfen Regen. Im Zelt gab es Salate, Obst, Kaffee und Kuchen, gespendet von der Gemeinde. Das Zelt war mit Birken geschmückt. Thomas Wels fand als Sprecher des Pfarrgemeinderates gute Worte an den Jubilar.

Auf Bitten des Pfarrers wurde Kaplan Jaunich nach Senftenberg versetzt. Als Abschiedsgeschenk wurden 1.200,- M gesammelt, dazu gab es auch noch ein Minifahrrad. Die Abschiedspredigt hielt Kaplan Jaunich mit Boxhandschuhen. Damit brüskierte er den Pfarrer und manches Gemeindemitglied. Auf dem Chor wurde aber auch vereinzelt Applaus gespendet.

Kaplan Gregor kam als neuer Kaplan aus Görlitz nach Wittichenau.

Ein Gesangsquartett aus Berlin gestaltete eine schöne Nachmittagsstunde in der Pfarrkirche. Leider waren nur sehr wenige Zuhörer versammelt.

Alle Arbeiter an der Kanalisation auf der Töpferstraße hatte die Stadt am 24. September zu einem Festessen im Bahnhof eingeladen.

Eine Band aus Görlitz spielte gute Meditationsmusik und erfreute damit die Jugend und die Gemeinde.

Zum Rosenkranzfest gab es wieder einen Gemeindetanz. Dafür wurden nach den Gottesdiensten 330 Karten verkauft. Bei Tanz und Liedern gab es gute Stimmung.

Der Erntedankaltar war mit viel Liebe zum Kirchweihfest gestaltet.

Am 6. November wurden 2087 Kirchenbesucher gezählt.

Bischof Theissing starb in Schwerin. Er stammte aus der Diözese Görlitz.

Zum Kolpingsgedenktag kam Dr. Seifert. Seinen Worten lauschten 120 Zuhörer in der Kreuzkirche.

Zum Weihnachtsfest waren die Gottesdienste wie immer gut besucht. Kritik gab es jedoch über die deutsche und sorbische Wortverkündigung in der Christnacht.

Die Kollekte "Not in der Welt" erbrachte fast 53.000,- M. Ein Basar erbrachte zusätzlich etwa 2.000.- M.

Die Kreuzreiterversammlung am Donnerstag nach Weihnachten war friedlich und anregend. Etwa 50 Beteiligte bereiteten dabei das 450-jährige Jubiläum der Prozession vor.

Aufregung gabe es über die Verlegung des Erstkommuniontermins 1989. Für den eigentlichen Termin war als Wahltag der Republik festgelegt worden.
 

1989

Am Vormittag des 17. Januars wurde Kaplan Gregor in das Krankenhaus in Hoyerswerda eingeliefert. Ihn plagten furchtbare Kopfschmerzen.

Pfarrer Walter aus Lauta informierte über die ökumenische Versammlung in Dresden.

Die Büttenpredigt hielt diesmal Kaplan Gregor. Er Inszenierte ein Gespräch mit Handpuppen.

Die Fastenpredigten hatten die französische Revolution zum Thema. Anlass war der 200. Jahrestag des Revolutionsbeginns. Eigentlich wollte Kaplan Gregor alle sechs Predigten halten. Aber nach seiner Einführungspredigt musste er sich erneut zur Behandlung ins Krankenhaus begeben. Kaplan Nawka und Pfarrer Morawietz übernahmen die übrigen Fastenpredigten zum Thema.

Pfarrer Kühn, der ehemalige Regens, verstarb mit 42 Jahren.

Kaplan Gregor lag ab dem 25. Februar im Cottbuser Krankenhaus.

In der Pfarrkirche und in der Kapelle des St. Adalbert-Stifts wurde die Krankensalbung gespendet.

Der Kolpingchor sang am Palmsonntag wieder die Passion.

Am Ostersonntag kam Generalvikar Birkner zur Aushilfe nach Wittichenau und feierte die Spätmesse nach dem Ausreiten der Kreuzreiter.

In der Osternachtfeier konnte eine Erwachsenentaufe gespendet werden.

Den Religionsunterricht hielt auch Kaplan Jäkel aus Hoyerswerda, da Kaplan Gregor weiter im Krankenhaus behandelt werden musste.

Die Friedhofseinsätze zur Sanierung der Mauer wurden von Mitgliedern der Kolpingsfamilie weiter durchgeführt.

Die Erstkommunionfeier fand am Pfingstfest statt. Denn am eigentlichen Termin, dem 6. Mai, war Wahltag.

Die Auflehnung im Volk gegen die Verhältnisse in der DDR wuchs.

Am Himmelfahrtstag musste Kaplan Nawka überraschend einen Arbeitseinsatz organisieren. Es gab eine große Zuteilung von Ziegeln. Die Bauarbeiten auf dem Pfarrhaus-Grundstück konnten weitergehen.

Die Jugend fuhr mit Bedenken zum Ausflug nach Damgarten.

Für das Nebengebäude im Pfarrhaus-Gelände wurde ein Fest gefeiert. Der Nachbar, Herr Paschke, hielt alles in Bildern fest.

Zum Gedenken an den 2. Weltkrieg vor 50 Jahren wurden die Glocken geläutet.

Am 17. September gab es eine Vermeldung des Dekanates über die Situation in der DDR. Die Worte drückten die große Sorge der Priester aus.

Die evangelische Gemeinde erhielt am 1. Sonntag im Oktober einen neuen Pfarrer: Wolfgang Wust.

In Senftenberg wurde am 5. Oktober ein Gebetsgottesdienst gehalten. Auch unser Bischof kam dazu. Die Veranstaltung wurde von der Stasi beobachtet. Im Gottesdienst wurden im Altarraum Steine niedergelegt. Die Kirche war gut mit Gläubigen gefüllt und es lag eine eigenartige Spannung in der Luft. Nach dem Gottesdienst gab es viele Gespräche vor der Kirche. Bischof Huhn war erstaunt über die Offenheit in politischen Fragen.

Der Ausflug der kirchlichen Mitarbeiter führte diesmal nach Lohsa und zur Kathedrale nach Görlitz. Außerdem nahmen sie an einer Stadtführung durch Görlitz teil.

Die Firmung spendete Bischof Huhn am 22. Oktober.

Die Wallfahrt nach Rosenthal wurde mit Bischof Reinelt am 12. November bei kaltem Wetter auf der Wallfahrtswiese gehalten. Bei guter Beteiligung wurde das Anliegen der friedlichen Revolution in den Gebeten laut.

Zum Friedensgebet am 25. November in Cottbus kamen viele Beter mit unserem Bischof zusammen.

Die Friedensgebete in der Kreuzkirche 19:05 Uhr wurden immer besser besucht.
Auf der B 96 wurde in einer Menschenkette für den Frieden demonstriert. Dabei herrschte beinah Volksfest-Stimmung.

Pfarrer Hoffmann und Pfarrer Walter feierten ihren 25. Weihetag.

Am 5. Dezember wurden vor der Stasi in Hoyerswerda auch von Wittichenauern Wachen gestellt.

In Breslau fand ein Taizetreffen statt, zu dem auch Wittichenauer hinfuhren. 
 

1990

Die Häuserweihe begann mit den Gottesdiensten am Neujahrstag. Kaplan Nawka teilte sich mit dem Pfarrer die Dörfer.

Sonnabend, der 6. Januar, war diesmal wieder ein gebotener Feiertag.

Das Taufgespräch deutsch und sorbisch wurde vom Pfarrer für alle gemeinsam gehalten.

Das Friedensgebet am Montag 5 nach 7 wurde eifrig weiter gebetet. Auch die Demonstration gegen die unwahrhaftige Medienpolitik der SED wurde trotz Kälte gehalten.

Die Kollekte "Not in der Welt" brachte 51.564 DM ein. Dazu kam aber noch die Sonderkollekte Rumänien mit 22.165 DM. Die Kinder sammelten Altmaterial für Rumänien. Sie brachten über 2.000 DM zusammen.

Eine Neuheit: In der Kirche wurden Wahlen für den Elternbeirat für den 18. Januar vermeldet.

Die Kolpingsfamilie veranstaltete einen Abend mit Herrn Retschke vom Verlag Volk und Welt. Dieser berichtete über Glasnost und Perestroika.

Die Werbung für den Katholikentag in Berlin ging zügig voran. Die Programme wurden an die Gruppen weitergereicht und für die Reise nach Berlin geworben. Das Pfarrbüro hatte dann viel Arbeit mit den Anmeldungen für den Katholikentag.

Die sorbischen Kantoren hatten schon Ende Januar ihr erstes Treffen für das Osterfest.

Am 2. Februar verstarb nach langer Krankheit Josef Neugebauer im Alter von 74 Jahren in Oßling.

Prälat Puzik feierte in Görlitz in aller Stille und doch mit vielen Besuchern seinen 65. Priesterjubiläumstag.

Die Fastenpredigten hielt Pfarrer Bockisch, der aus Leipzig zu uns kam. Dabei war ein guter Zuspruch zu verzeichnen.

In den Februarferien gingen die Kommunionkinder zur ersten hl. Beichte.

Der Brautkurs fand Anfang März an den Wochenenden statt. Wie bisher hielten den Kurs Dr. Kluge, Pfarrer Morawietz und Pfarrer Schubert. Frau Kubitz aus Bautzen fiel wegen Krankheit aus.

Baim Rosenkranzgebet in der Fastenzeit wurde um Gottes Segen für die Wahldurchführung gebeten.

Der Steyler Missionar Pater Reinhard Priesnitz sprach über sein Gebiet Papua-Neuguinea.

Von der Berliner Bischofskonferenz gab es ein Wort zur Wahl 1990.

Die Kirche wurde mit dem Staubsauger entstaubt und die Säulen neu angestrichen. Dazu wurde eine lange Leiter von Dachdecker Winter mit Schwierigkeiten hinter dem Altarraum aufgestellt.

Der Wahltag am 18. März war ein Tag voller Sonnenschein. In Wittichenau erhielt die CDU die Mehrheit der Stimmen.

Um den 20. März verursachte ein Sturm innerhalb von Minuten schwere Schäden. Ein Baum fiel auf die Mauer des Friedhofs Richtung Jakubetz-Haus.

Im Pfarrhaus wurden am 21. März ein Schwein aus Neudorf und ein Kalb aus Panschwitz-Kuckau geschlachtet.

Am 8. April lud die Äbtissin von Marienstern in die Klosterkirche zu einem Streichquartett ein: "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" von Joseph Haydn.

Am Palmsonntag wurde die Passion vom Kirchenchor und Kolpingchor gemeinsam gesungen.

Für das Jubiläum der Kreuzreiter-Prozession und die Fernsehübertragung des Gottesdienstes gab es ausführliche Vermeldungen. Der Pfarrer ritt mit und Kaplan Gregor blieb in Wittichenau und kümmerte sich um die Fernsehübertragung.

In der Vorbereitung der Fernsehübertragung gab es mehrere Ärgernisse: eine Abschaltung des Telefons, zerfahrene Flächen um die Kirche, selbst die Anbetung am hl. Grab wurde behindert. Früh um 5 Uhr ging es mit Übungen los und abends um 17:30 Uhr schon wieder. Dazu gab es lange Gespräche mit den Fernsehleuten und Kaplan Gregor. Dadurch war die Karwoche voller Unruhe. Alles war auf das Fernsehen fixiert.

Für das Osterreiten in der Oberlausitz gab es einen Werbedruck. Die Andenkenmappe "450 Jahre Kreuzreiter" fand jedoch wenig Anklang, weil sorbische Texte fehlten.

Zum Jubiläum schenkte der Pfarrer eine Gedenkkerze "450 Jahre Prozession". Doch die sorbischen Wittichenauer wollten diese Kerze nicht annehmen. Die Ralbitzer Teilnehmer und alle Gastgeber nahmen die Kerze dagegen gern an.

Besonders Prozessionsleiter Roland Homola hatte sich Verdienste um die Prozession erworben, insbesondere in der Zusammenarbeit mit den vielen Behörden und den Tierärzten.

Der Ostermontag wurde gesetzlicher Feiertag. Für die Kinder fand um 10:00 Uhr ein Gottesdienst statt.

Am Freitag nach Ostern fand für die Teilnehmer der Kreuzreiterprozession eine Dankmesse statt.

Die Auferstehungsprozession wurde in diesem Jahr ohne polizeiliche Anmeldung gehalten - auch dies ein Zeichen der Wende.

Am 22. April wurden insgesamt 9 Ehewillige aufgeboten.

Die Arbeiten im Kindergarten machten durch Mithilfe von Eltern gute Fortschritte.

Die zukünftige Organistin Bernadette Kindermann gab ein Orgelkonzert. Als störend wurden dabei die langen sorbischen Texte empfunden, die  Kaplan Nawka zwischen den gespielten Stücken vortrug.

In Rachlau wurde die Kapelle renoviert und außerdem erhielt sie eine elektrische Bankheizung. Der Gottesdienst zum Abschluss der Arbeiten fand am Dienstag, den 8. Mai mit unserem Bischof statt.

Bei der Wahl zum Landtag Sachsen am 6. Mai wurde Herr Kockert per Direktmandat zum Abgeordneten in Dresden gewählt.

Aus der Partnerstadt Bad Honnef kamen immer wieder Schulungskräfte nach Wittichenau.

Mit dem Bischof fand ein Ministrantentag in Wittichenau statt. Trotz Spannungen mit der Jugendseelsorge war er für die Kinder ein Erfolg. Dafür hatte sich der Besitz des Sportplatzes als gut erwiesen.

Zum Katholikentag fuhren etwa 200 Wittichenauer nach Berlin.

Am 2. Pfingstfeiertag fand eine große Wallfahrt nach Rosenthal statt. Bischöfe aus der Tschechoslowakei feierten auf der Wallfahrtswiese mit dem sorbischen Klerus. Die Wittichenauer Muttergottesfigur wurde starkem Regen ohne Regenschutz ausgesetzt. Danach war eine Restaurierung  notwendig.

Am 30. Mai fand der Dekanatsausflug nach Hinterhermsdorf statt.

Das Gemeindefest mit Kaplan Gregor und Fräulein Winzer in einem großen Zelt an der Alten Schule war gelungen. Auch die Nachtwallfahrt der Kolpingsfamilie nach Rosenthal von Sollschwitz aus, fand trotz Regen statt.

Die Gottesdienste und Andachten zu Fronleichnam waren besonders gut besucht. Männer und Kinder kamen zahlreicher als sonst. Das Wetter war sehr schön. Am Fronleichnams-Sonntag gab es 9 Aufgebote zu Eheschließungen zu vermelden.

Von der Berliner Bischofskonferenz wurde eine wichtige Presseerklärung zum Schutz des Lebens verlesen.

Der Kamenzer Kaplan ging als Seelsorger der Deutschen in die Sowjetunion.

Der ehemalige Kaplan Lischka feierte am 27. Juni sein Silbernes Priesterjubiläum.

Die Brauerei veranstaltete mit drei Bussen eine Wallfahrt nach Rom und erhielt auch eine Privataudienz beim Papst. Herr Glaab durfte Worte des Dankes an den Papst richten.

Die Jugend feierte mit Kaplan Gregor einen Sühnegottesdienst auf dem Galgenberg.

Das Geschenk für Kaplan Nawka als Abschiedsgabe wurde am Sonntag, dem 15. Juli, in neuer Währung eingesammelt. Es kamen 1.900,- DM zusammen. Zum 1. August wurde er als Pfarrer nach Ralbitz versetzt.

Zur Kinderwallfahrt mit den Mädchen nach Rosenthal gab es wieder Schwierigkeiten mit der Jugendseelsorge.

Neupriester Czappan teilte auch in Wittichenau den Primizsegen aus.

Die Konferenz der schlesischen Priester in Würzburg war für die Priester aus dem Görlitzer Raum ein besonderes Erlebnis.

In der Gemeinde wurde für eine Romreise mit Fr. Kochta für 695,- DM geworben.

Die Frohschar konnte diesmal nach Leutersdorf in die Oberlausitz fahren.

Kaplan Delan wurde als Nachfolger von Kaplan Nawka begrüßt und Kaplan Nawka verabschiedet. Er hielt noch einmal die Predigt in allen Gottesdiensten.

Zur Unterzeichnung der Städtepartnerschaft fuhren am 26. August Frl. Winzer, Fr. Kochta, Fr. Kober und Ehemann, Herr Krahl aus Saalau und Herr Glaab als Abgesandte der Pfarrgemeinde nach Bad Honnef. Außerdem waren die Schützenbruderschaft und etwa 200 Wittichenauer zum Schützenfest und zur Feier der Partnerschaft in Bad Honnef.

Kaplan Gregor konnte auf eine private Einladung einer Jüdin für 14 Tage nach Israel reisen. Wegen dem Konflikt Israels mit dem Irak hatte er wochenlang Angst vor der Reise.

Die Wallfahrt am 2. Sonntag im September nach Rosenthal führte viele Fußwallfahrer zusammen. Dazu waren im Vorfeld mehrere Marienlieder in der Tschechoslowakei für Westgeld gedruckt worden. Den Gottesdienst in Rosenthal mit Predigt hielt der Pfarrer von Wittichenau.

Auch nach der Wende begann die religiöse Unterweisung wie bisher in der Alten Schule. Nur Kaplan Delan nutzte in Kotten die Schulräume.

Als neuer Domkapitular wurde Bischof Müller in Görlitz eingeführt.

Die Bauarbeiten am Sebastiansaal konnten abgeschlossen werden. Türen, Treppe, Decke, Heizung, Fenstervorhänge, Beleuchtung, Fußboden und Malerarbeiten waren notwendig gewesen.

Am 23. September fand ein gelungenes Gemeindefest statt.

In der Nacht zum 3. Oktober wurden die Glocken nach einem bestimmten Betrachtungstext geläutet. Am 3. Oktober fanden dann  Festgottesdienste um 8:45 Uhr in sorbischer und um 10:00 Uhr in deutscher Sprache statt. Auch in Dörgenhausen feierte Pfarrer Schubert um 10:00 Uhr einen Dankgottesdienst. Die Chöre gestalteten die Gottesdienste mit. Die Anbetungsstunden zum Rosenkranzfest wurden schon am Tag der deutschen Einheit gehalten. Es waren Stunden der Dankbarkeit. Am Rosenkranzfest wurde wie üblich die Prozession gehalten.

Da die Seniorenrunden im Mai wegen der Wahl ausgefallen waren, wurden sie am Mittwoch/Donnerstag am 10./11. Oktober im Bennosaal gehalten.

Am Kirchweihtag sang ein Berliner Chor im Hochamt.

Der Brief unseres Bischofs über die Kirchensteuer konnte als Postwurfsendung für 180.- DM an alle Haushalte und in die sieben Dörfer geschickt werden.

Am 15. Oktober wurde der Todestag von Pfarrer Jakob Krahl im Gottesdienst erwähnt. Er war vor 50 Jahren verstorben.

Trotz der angespannten Finanzlage der Kirchkasse fand der Betriebsausflug am 17. Oktober mit dem Bus statt. Dabei sollten die Kirchensteuer-Kassierer ein letztes Mal dabei sein. 53 Personen machten sich auf den Weg. Nach dem Picknick auf dem Pfarrhof fuhren die Mitarbeiter auf den Kalvarienberg in die Tschoslowakei. Außerdem wurde Philippsdorf besucht. Der Abschluss fand im Bennosaal statt.

Allerheiligen war für in Wittichenau ein Feiertag und daher schulfrei. Bürgermeister Schowtka hatte das so erwirkt.

In der Alten Schule wurde der Flur neu tapeziert. Die Maler des Jugendclubs der "Schwarz-Weißen Panther" hatten die Arbeiten übernommen. Die Tapete war im "Rucki Zucki" in Schwarze Pumpe für 1,29 DM die Rolle gekauft worden.

Pfarrer Paul Graf  ✝

Paul Graf wurde am 17. Mai 1912 in Wittichenau geboren und am 5. April 1936 in Breslau zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Trachenberg,
Friedlang, Aalen-Hofweiler und in Wittichenau, sowie Spremberg. Außerdem war er Kuratialpfarrer in Drebkau. Seit 1988 befand er sich im Ruhestand.

Unser Bischof hielt am Freitag, den 26. Oktober, das Requiem für Pfarrer Paul Graf von der Stadtmühle, der mit 78 Jahren nach langem Leiden verstorben war. Viele Priester gaben ihm das Geleit.

Bei der Gräbersegnung beteiligte sich die Gemeinde zahlreich. Der Bläserchor spielte bei sehr schönem Wetter.

In der Jugend wurden heftige Debatten geführt, ob die Pfarrjugend einem Jugendverband beitreten soll. Eine Angleichung an die westliche Situation sollte gesucht werden.

Jugendliche aus Bautzen arbeiteten in einem rumänischen Kinderheim und organisierten auch in Wittichenau eine Spende für Rumänien.

Die Steuerkarten wurden ausgeteilt mit der ausdrücklichen Bitte um Eintragung des religiösen Bekenntnisses.

Der Kolpingchor darf zwei Lieder für eine Andacht zu Ehren von Adolf Kolping aufnehmen lassen.

Eine Sensation für Wittichenau: Der Nuntius Erzbischof Uhatsch kam am Sonntag, dem 18. November für eine Stunde nach Wittichenau. Versammelt waren: der Nuntius, Bischof Huhn, Dr. Arndt von Bonn, Pfarrer Schubert,  Pfarrer Wientzek, die Oberin, Schwester Ermintrudis, Birkner, Kliemank, Kochta. Ein Glas Wein wurde gereicht und dann die Kirche besichtigt. Die Inschrift zu Krabat in der Kirche fand keine Aufmerksamkeit, durch den gebürtigen Serben Uhatsch, dafür aber die lateinische Chronik über Rosenthal vom Jesuit Ticen (dieser kämpfte vor Belgrad).

In Bad Honnef wurde dem Pfarrer ein Scheck über 1.200,- DM für den Kindergarten in Wittichenau übergeben. Außerdem wurden gute Gespräche über den Aufbau der Demokratie geführt. Wenige Tage weilte dann der Bürgermeister von Bad Honnef in Wittichenau.

Der Seniorennachmittag musste in diesem Jahr anders gestaltet werden. Das Volkshaus wurde verkauft und zur Discothek umgebaut. Ein Raum war entstanden, der kaum für die Seniorenrunde geeignet war. So gab es eine gut gestaltete adventliche Runde mit einem Spiel der Kinder, Gesang der Chöre und Gebet für die Verstorbenen in der Pfarrkirche.

Der Kolpinggedenktag wurde mit Pfarrer Schneider und anschließender Feier im Bennosaal begangen.

Erstmalig fand in der Stadt auch ein Weihnachtsmarkt statt, der wegen der Kälte aber keinen großen Anklang fand.

Die adventlichen Runden für die berufstätigen Frauen und den Elternkreis fanden im Sebastiansaal statt.

Am 16. Dezember wurden mit Vater Rang und Sohn zwei Erwachsene durch Pfarrer Schubert im Krankenhaus getauft. In der Pfarrkirche wurden am gleichen Sonntag vier Kinder nach dem 10:00 Uhr Gottesdienst getauft. Am Nachmittag erfreuten sich etwa 400 Besucher am Orchester von Herrn Gregor aus Cottbus, das zur Orgel adventliche Musik spielte. Im Sebastiansaal wurde dem Orchester Kaffee und Gebäck gereicht.

In Chrostwitz wurde die neue Orgel von der Fa. Eule aus Bautzen eingeweiht. Bischof Reinelt übergab dem Pfarrer einen großen Scheck, denn nach der Währungsunion reichte das Geld der Pfarrei nicht für die Bezahlung.

Die Mitarbeiter versammelten sich nach Weihnachten im Sebastiansaal. 51 Teilnehmer waren gekommen. Der Tisch war reichlich gedeckt. Nach dem Neubau eines Gemeindezentrums sollte der Sebastionsaal in eine Wohnung umgebaut werden. Doch der Pfarrer notierte: "Ob das einmal realisiert wird?"

In der Jahresschlussandacht wurde noch einmal auf das vergangene Jahr 1990 zurückgeblickt.

1991

Die Häuserweihe war vor Weihnachten eingeteilt worden und neben den Kaplänen und dem Pfarrer übernahm auch Rentnerpfarrer August Schubert in 110 Familien die Segnung der Wohnung.

In der Kirche hatte Achim Winzer eine Übertragungsanlage für den Fernseher installiert, auch Vater Winzer bekam einen Anschluss über die Freileitung.

Am 6. Januar wurde die Caritas-Sozialstation eingeweiht.

Die Dreikönigs-Sänger wurden in einer Andacht am Nachmittag ausgesandt. Die Sänger gingen den großen und kleinen Prozessionsweg. Sie sammelten 371,- DM für die Not der Kinder in der Welt. Die Sternsinger in Dörgenhausen brachten 310,- DM ein.

Auf Drängen des Pfarrers wurde der Kindergottesdienst von der Kreuzkirche in die Pfarrkirche gelegt, da diese im Gegensatz zur Kreuzkirche geheizt war.

Ein Fest besonderer Art fand am 20. Januar mit dem Fest des St. Sebastian statt. Dabei konnte der 500. Gründungstag der Sebastiani-Bruderschaft gefeiert werden. Selbst Gäste aus Bad Honnef waren gekommen. Den Festvortrag hielt Pfarrer Seifert aus Bautzen.

Die Kirchenvorstands-Sitzung mit der Jahresrechnung 1990, in der zwei Währungen berücksichtigt werden mussten, war sehr anstrengend. Noch war der alte Rendant Hardy Popella tätig. Seine Tochter Michaelis übernahm das Amt des Rendanten.

Zum Friedensgebet wurde wieder in der Kreuzkirche eingeladen, doch die Beteiligung war gering. Nach wie vor engagieren sich mehr Frauen für  das Friedensgebet.

Die Jugend ging einen stillen Weg zu den Kriegerdenkmälern.

Wegen dem Beginn des Golfkrieges wurden alle Faschingsveranstaltungen abgesagt. Auch die Büttenpredigt am Sonntag vor Rosenmontag wurde nicht gehalten.

Eine Unterschriftensammlung für einen Religionsunterricht in den Schulen im Land Sachsen wurde gestartet. Die Forderung: Der Unterricht sollte in einem Schulgesetz verankert werden. Hierfür machte sich besonders die "Initiativgruppe Christlicher Eltern" stark.

Die Fastenpredigten hielt Kaplan Gregor zum Thema „Lasset uns beten“.
Die sorbische Fastenpredigten begann Pfarrer Bresan mit dem Thema  „Fürchtet Euch nicht“.

Die Jugend diskutierte erregt darüber, ob man einen eigenen katholischen Jugendverband gründen solle.

In der Alten Schule wurde der Flur erneuert. Die Treppe zum Boden hin erhielt ein Geländer.

Der Weltgebetstag der Frauen Anfang März wurde mit viel Liebe vorbereitet und gemeinsame mit den evangelischen Christen gehalten.

Der Kollekteaufruf "Not in der Welt" wurde durch die Aktion Misereor ersetzt. So gab es fortan drei große Kollekten: neben Misereor, Adveniat und Missio.

Im Pfarrhaus fand ein letztes Mal ein Schlachtfest statt.

Die Diakonatshelfer Michauk und Posch schieden nach vielen Jahren im Dienst aus. Herr Posch hatte 1973 die Diakonatsarbeit mit angeregt.

Am 10. März gab es eine Protestvermeldung wegen eines geplanten Pferdemarktes am Ostermontag. Die Vorbereitungen zu dem Markt wurden maßgeblich von Hauptamtsleiter Walter Kochta vorangetrieben. Nach einer Diskussion mit der Stadtverwaltung, den Geistlichen der Pfarrei und Vertretern der Pfarrgemeinde in der Karwoche wurde am Karfreitag vor der Liturgie eine Vereinbarung vermeldet.

Mit einem in Hoyerswerda gedruckten Werbeblatt wurde für das Beichten und die Teilnahme an den Gottesdiensten beworben.

Der Ausritt der Ralbitzer Kreuzreiter aus Wittichenau gelang nicht wie vorgesehen. Die Spitze der Prozession befand sich auf einmal am Turm am Haupteingang und wartete auf die Übernahme des Kreuzes. Pfarrer Nawka wurde zugerufen: "Es ist ja wie bei den Schweden, die konnten aber wegen des Nebels den Weg nach Wittichenau nicht finden.“

In Lauta wurde eine Außenstelle der Caritas-Sozialstation Wittichenau eingerichtet.

Am 5. Mai fand eine Pfarrgemeinderatswahl statt. Der alte und neue Pfarrgemeinderat hielt seine erste Sitzung am 17. Juni.

Vom 9. bis 11. Mai feierte die Kolpingsfamilie Wittichenau 110 Jahre. An das Jubiläum erinnerte fortan ein Weinfassboden auf dem Kirchengelände.

Der Erstkommunion-Sonntag war stark verregnet.

Über den Schandfleck in der Badergasse fertigte Herr Guslar ein Gutachten an. Eine Renovierung der alten Bausubstanz war danach nicht möglich. Ein Neubau würde mindestens 700.000 DM kosten.

Das Fronleichnamsfest wurde am Donnerstag mit polnischer Beteiligung begangen. Die Prozessionen in Wittichenau konnten bei schönstem Wetter und sehr guter Beteiligung gehalten werden. Die Töpferstraße konnte wegen Bauarbeiten nicht genutzt werden.

Zur Seligsprechung von Adolf Kolping wurde eine Reise nach Rom vorbereitet.

Das Haus auf der Badergasse konnte als Grundstück in Erbpacht vergeben werden.

Das Busunternehmen Wlodarzak machte kurzfristig die Wallfahrtsfahrt nach Neuzelle möglich.

im Rahmen einer Spendenaktion wurden Fahrräder und Fahrradteile für Rumänien gesucht.

In der Kaplanei waren Schachtarbeiten für die Wasserleitung und eine Gasleitung nötig.

Für die Wallfahrt nach Tschenstochau mit dem Welttreffen mit Papst Johannes Paul II. wurde in der Gemeinde geworben .

Die Familien Hess und Dutschmann renovierten die Kapelle am Liebegaster Weg.

Die Pflasterung des Pfarrhausgeländes ging nur langsam voran.

Der ehemalige Kaplan Winfried Pohl wurde in Eisenhüttenstadt als Pfarrer eingeführt. Kaplan Christoph Kliemank ging als Pfarrer nach Lübben.

In einem großen Einsatz für die Heizung im Pfarrhaus wurde der Kohlenbunker gereinigt und für den Einbau der Öltanks vorbereitet. Schon am 13. September konnten die Öltanks mit etwa 14000 l Heizöl gefüllt werden.

Mit dem Schulbeginn gab es das neue Schulgesetz, wonach der Religionsunterricht nun in der Schule stattfinden sollte. Die sakramentale Vorbereitung der Kinder erfolgte aber weiterhin in kirchlichen Räumen.

Die Fußwallfahrt nach Rosenthal begleitete wieder der Pfarrer. In Rosenthal feierte er auch die Wallfahrtsmesse um 11:00 Uhr mit.

Kaplan Delan und Pfarrer Morawietz begannen einen Seniorenkreis einmal im Monat zu halten.

Pfarrer Nawka übernahm nach Resignation von Pfarrer Lehmann die Gemeinde von Ralbitz.

Der Gemeinde wurde vermeldet, dass Privatfeiern nach Vereinbarung im Bennosaal und Sebastiansaal gehalten werden können.

Der neuen Steuergesetzgebung entsprechend wurde am Kirchweihtag ein letztes Mal ein Pfarropfer gehalten. Damit erlosch der alte schlesische Brauch an Hochfesten ein Pfarropfer zu halten.

Die Anbetungszeiten am 7. Oktober wurden neu festgelegt und fanden von 14:00 bis 20:00 Uhr statt.

Am 20. Oktober wurden in allen Gottesdiensten insgesamt 2.204 Besucher gezählt.

In Forst verstarb Diakon Ulrich Ullmann im Alter von 62 Jahren. Er hatte sich um die Gemeinden in Eisenhüttenstadt und Wittichenau sehr viele Verdienste erworben. In der Diözese galt er als Materialbeschaffer in der DDR-Zeit. Er erhielt die Diakonatsweihe im Jahr 1975 in Görlitz

In der Pfarrkirche wurde ein Oratorium aufgeführt.

Wegen dem Neubau in der Schulgasse begannen Gespräche mit Architekt Münzberg.

Zur Kollekte Missio wurde ein Hirtenwort verlesen.

Der Pfarrgemeinderat tagte jetzt immer im Sebastiansaal, da der Pfarrer das große Zimmer im Pfarrhaus an Kaplan Gregor abgetreten hatte. Die Tür zur Kooperatur wurde wieder aufgebrochen.

Die feierliche Umbettung von Kardinal Bertram in den Breslauer Dom erfolgte am 16. November.

Der Altentag fand diesmal nach der Andacht im Pfarrhaus, der Alte Schule und im Sebastiansaal statt. Chöre waren zu den einzelnen Gruppen unterwegs.

Am Sonntag, dem Kolping-Gedenktag, wurde der neue Präses der Kolpingfamilie eingeführt. Der Pfarrer war als Präses zurückgetreten. Als Werk des neuen Präses wurde Jungkolping gegründet.

Am 13. Dezember wurde die Wohnung unterm Sebastiansaal an Familie Maja vermietet. Damit kam etwas zusätzliches Geld in die Kirchkasse.

In der Pfarrkirche wurden die Türen für die beiden Beichtzimmer eingebaut.

Eine Paketsammlung für Pfarrer Kania für St. Petersburg brachte tolle Ergebnisse.

Eine Spendensammelaktion für einen Backofen in Rumänien brachte 4.440,- DM. Ein Basar brachte 2.200,- DM.

Auf die Bitte von Kaplan Delan wurde am Hl. Abend um 20:00 Uhr eine Christnacht für die sorbisch sprechenden Gläubigen gehalten. Die 6:00 Uhr-Messe am 1. Feiertag fiel aus.

Am 21. Dezember wurde Peter Krahl aus Sollschwitz in Görlitz zum Diakon geweiht.

Die Runde für die kirchlichen Angestellten fand am Fest der Unschuldigen Kinder statt. Die Theaterfahrt der kirchlichen Mitarbeiter führte nach Senftenberg, vorher saß man beim Essen in Torno bei Lauta zusammen.

Herr Bulang und seine Mitbewohner machten Anfang Dezember die Kirchstraße 25 frei. Damit stand einem Abriss nichts mehr im Wege. 
 

1992

Die erhoffte Regelung für das "Fest Erscheinung des Herrn" war nicht erfolgt. So war der Gottesdienst für die Kinder wie zu den Zeiten des Sozialismus am Nachmittag. Selbst der Gottesdienst anlässlich der Häuserweihe in Dörgenhausen war erst am Abend.

Pfarrer Adolph  ✝

Pfarrer Adolph wurde am 19. Mai 1921 in Cottbus geboren und am 12. April 1953 in Neuzelle zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Klettwitz,
Görlitz Hl. Kreuz, Kuratus in Mengelsdorf/Pfarrer in Mengelsdorf, Konsitorialrat und zuletzt Ehebandsverteidiger in Görlitz. Seit 1991 verbrachte er seinen Ruhestand in Wittichenau.

In der ersten Woche des Jahres verstarb der Rentnerpriester Pfarrer Adolph. (+ 3. Januar 1992). Die Beerdigung auf dem Wittichenauer Freidhof hielt Bischof Huhn. Die Bewirtung erfolgte im "Goldenen Lamm" auf dem Markt und im Sebastiansaal. Die Helferinnen des Caritaskreises hatten sich dabei eingebracht.

Die Sternsinger waren wieder auf dem kleinen und großen Prozessionsweg unterwegs.

Am Sebastianifest konnte die Schützen-Bruderschaft eine neue Fahne weihen lassen. Diese war in Polen erneuert worden.

Die Initiativgruppe Christlicher Eltern konnte vermelden lassen, dass das Spendengeld, das im Vorjehr gesammelt wurde, gut angelegt ist. Das Geld war für einen Backofen in Rumänien bestimmt. Nun konnte darin das erste Brot gebacken werden.

Bis in die ersten Tage des Februars hinein waren die Priester zu Häuserweihen unterwegs.

In einem gemeinsamen Gottesdienst wurde vielen älteren Gläubigen die Krankensalbung gespendet.

Auf unserem Friedhof fanden Urnenbeisetzungen in würdiger Form statt. Sie begannen in der Rittermannhalle.

Die sorbische Jugend feierte den Fasching in Dreikretscham.

Die Wallfahrten der Kolpingfamilie nach Tschenstochau und Annaberg in Oberschlesien und die Wallfahrt der Frauen nach Lourdes wurden den Gemeindemitgliedern zur Teilnahme empfohlen.

Nuntius Kada aus Bonn besuchte Wittichenau für zwei Stunden. 

Der Rentnerpriester Pfarrer Schubert feierte am 15. Februar seinen 75. Geburtstag. In diesem Alter hielt er sogar mit gutem Erfolg die Büttenpredigt. Alles staunte.

Eine neue Paketaktion für St. Petersburg wurde angekündigt.

Eine Fußwallfahrtsgruppe mit dem Münsteraner Bischofsvikar Twickel machte auf dem Weg entlang der Neiße in Wittichenau Station. Diese Reise war von den Maltesern gut vorbereitet worden.

In Vorbereitung der Kreuzreiterprozession war lange diskutiert worden, ob die mit einengenden Rabatten und Kopfsteinpflaster neu gestaltete Töpferstraße von den Reitern benutzt werden kann. Die Straße wurde schließlich nach der üblichen Prozssionsordnung genutzt.

Der Platz an der alten Schule und zur Kirchstraße hin wurde für die Feier der Priesterweihe von Peter Krahl schon vor Ostern fertiggestellt. Selbst erstes Gras zeigte sich.

Die Kreuze an der Pfarrkirche und auf dem Friedhof waren neu vergoldet worden. Herr Lukschanderl hatte dies übernommen. Ein besonderer Dank wurde der Stadtverwaltung ausgesprochen, weil die Eisentore auf dem alten und neuen Friedhof durch die Firma Kökkert aus Lauchhammer neu hergestellt werden konnten.

Nach Ostern wurde die Lautsprecheranlage in einer Probeinstallation von der Firma Stresser aus Stuttgart aufgebaut.

In den Vermeldungen wurde für das evangelische Gymnasium "Johanneum" in Hoyerswerda geworben. Daraufhin konnten dort viele zusätzliche  Anmeldungen verzeichnet werden.

Der Brautleutekurs fand erst im Mai statt. In den letzten 20 Jahren hatte es noch nie so wenig Trauungen gegeben wie in diesem Jahr.

Die Einweihung eines neuen Schulsportgeländes erfolgte mit kirchlicher Segnung.

In der Beerdigungsansprache für Pater Nawka in Radibor, kritisierte Pfarrer Rehor die Besetzung Wittichenaus im Jahr 1972, als einen besonderen Schlag gegen die Sorben.

Das ganze Jahr über konnten mehrere Silberhochzeiten in Stadt und Land gefeiert werden.

Der Prager Erzbischof Vilk war beim Pfingstmontags-Gottesdienst zur sorbischen Wallfahrt in Rosenthal dabei.

Zur Einführung von Bischof Ryback in Liegnitz reiste Bischof Huhn.

An der Pasternakmühle in Dubring wurde ein großer Granitstein aufgestellt und durch Kaplan Jakubasch gesegnet.

In vielen Gruppen begannen Vorbereitungen für die Priesterweihe von Diakon Peter Krahl Ende Juni in Wittichenau. Die Gebetsstunden nach Pfingsten waren als Vorbereitung auf die Priesterweihe gestaltet. Eine Kollekte für das Primizgeschenk wurde am Fronleichnamsfest gehalten.

Die ökumenischen Gebetsstunden waren im Januar und auch nach Pfingsten von einer treuen Schar besucht.

Bei der Wahl für den neuen Kirchenvorstand waren als Kandidaten auch Frauen aufgestellt. Männer aus dem alten Kirchenvorstand machten sich Sorgen, wer von den Frauen dann den Baldachin zu Fronleichnam tragen könnte. Der Pfarrer kommentierte in seinen Chroniknotizen: "Welch eine konservative Haltung der Gemeinde." Es wurde keine Frau in den Kirchenvorstand gewählt.

Am 27. Juni wurde Diakon Peter Krahl in Wittichenau zum Priester geweiht. Die Feier fand auf der großen Wiese mit drei Zelten und russischer Küche statt, die Andacht mit dem Spiel in der Pfarrkirche. Die Anbetungsstunden mit der Bitte um Priesterberufungen am Tag vor der Priesterweihe waren von 18 Uhr bis Mitternacht gut besucht. Die Primiz feierte Kaplan Krahl am 28. Juni. Dazu wurde er um 8:00 Uhr an der Kreuzkirche abgeholt und in einer Prozession zur Pfarrkirche geleitet. Um 8:15 Uhr begann dort die Primizmesse. Die Predigt hielt Pfarrer Benno Scholze. Den ersten Dienst als Neupriester hielt Peter Krahl zur Trauung von Andreas Krahl und Regine Waury.

Die Bauvoranzeige für ein geplantes Gemeindehaus wurde im Juni auf den Weg gebracht. 

Die Kinderwallfahrt von Wittichenau nach Rosenthal war in diesem Jahr für die Mädchen.

Die Ministranten und Jugendliche verbrachten mehrere Ferientage in der Tschechoslowakei.

Die Kolpingsfamilie unternahm eine Wallfahrt nach Philippsdorf.

Pfarrer Gregor begann das neue Schuljahr als Religionslehrer an den Gymnasien in Hoyerswerda. Statt einer Plattenbauwohnung in  Hoyerswerda, bevorzugte er in Wittichenau zu wohnen. Er bezog eine eine Wohnung bei Dr. Jäkel im Viertel.

Pfarrer Bernhard Eichholz  ✝

Bernhard Eichholz wurde am 6. Februar 1934 in Neukirch-Höhe (Ostpreußen) geboren und am 28. Juni 1959 in Neuzelle zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Finsterwalde, Großräschen, Lübben und Wittichenau. Später wurde er Pfarradministrator in Löbau, Pfarrer in Lichtenstein und zuletzt Pfarrer in Storkow.

Am 6. August starb Pfarrer Bernhard Eichholz, früher Kaplan in Wittichenau. Er wurde in Storkow unter großer Anteilnahme mit zwei Bischöfen und Soldaten der Bundeswehr beerdigt.

In der Kreuzkirche gestalteten Schüler aus St. Petersburg einen schönen Abend.

Die Nachtwallfahrt der Kolpingsfamilie begann in diesem Jahr in der Kreuzkirche und endete in Rosenthal.

Der Pfarrer vermerkt in seinen Notizen: Die Aufgaben und Arbeiten für den neuen Kirchenvorstand sind erheblich angewachsen.

Im Freistaat Sachsen wird Religion ein reguläres Schulfach.

Die Fa. Mahr aus Aachen lieferte die neue Heizung für die Pfarrkirche. Beim Aufbau staunten die Firmenmitarbeiter über die tätige Hilfe von Gemeindemitgliedern. Durch ihren Einsatz konnten die Kosten niedrig gehalten werden. Außerdem hatte das Bonifatiuswerk fast die Hälfte der Kosten getragen.

Nach Albendorf ins Glatzer Bergland führte eine weitere Wallfahrt.

Der Pfarrer führte Gespräche mit Frau Wünsch aus Niesky über ein Grundstück in Groß Särchen.

Die Bistumswallfahrt nach Neuzelle konnte wieder mit dem Bus stattfinden.

Die Ausstellung "Rumänienhilfe" informierte die Gemeinde über die angelaufenen Hilfen für die dortige Not.

Der neue Kaplan, Thomas Besch aus Spremberg, konnte seinen Dienst nicht wie geplant antreten. Er war vor seinem Eintreffen von einem Glasdach gestürzt und hatte sich die Wirbelsäule angebrochen. Er sollte aus Görlitz nach Wittichenau kommen.

Eine sorbische Gruppe unternahm eine Wallfahrt nach Israel.

Die Anbetungsstunden am Rosenkranzfest von 14 bis 22 Uhr waren sehr gut besucht.

Die Helfer für Rumänien hatten Kuchen gebacken und sammelten für ein Sägewerk.

Der Ausflug der kirchlichen Mitarbeiter begann im Sebastiansaal mit gelieferten Fisch- und Käseplatten der Firma Zelder und Wittichenauer Bier. Am Abend ging es zum Konzert der Wiener Sängerknaben nach Hoyerswerda. Da eine Schließung des Kindergartens für einen ganzen Tag in der Woche nicht mehr möglich war, wurde der Ausflug erst für den Nachmittag organisiert.

Der Weltgebetstag der Kolpingfamilien wurde auch in diesem Jahr in Wittichenau gefeiert.

Der St. Martinstag war in diesem Jahr total verregnet.

Auf dem neuen Friedhof wurde ein neuer Eingang hergerichtet

Die Caritasfrauen feierten gemeinsam den Elisabeth-Tag.

Am 2. Dezember konnte in der Pfarrkirche die Heizperiode mit der neuen Gasheizung beginnen.

Der Seniorentag am 2. Advent fand diesmal im schwarzen Saal der Discothek statt.

Die Außentür auf der Nordseite der Pfarrkirche wurde erneuert, ebenso die Tür im Turm.

1993

Die Heilige Messe zur Häuserweihe wurde am 2. Januar in Rachlau gefeiert. Tags zuvor war die Häuserweihe in Huschke begonnen worden. Die Häuserweihe in Sollschwitz begann mit 17 Hausbesuchen in Grünwald. Für das Dorf Sollschwitz waren diesmal drei Tage eingeplant. Der Beginn der Häuserweihe diesmal wurde am Dreikönigstag in Saalau gefeiert.

Der Krankenbesuch wurde im Januar am Herz Jesu-Freitag gehalten.

Mitte Januar fand der dritte Elternabend für die Eltern der Kommunionkinder statt.

Am Sebastianstag war Seniorengottesdienst und am Abend Hochamt mit Opfergang für die Sebastiani-Bruderschaft. Leider wurde für das Schützenhaus keine Zusage von Seiten der Treuhand erteilt. Auch Bürgermeister Schowtka konnte nichts erreichen.

Die Sternsinger waren erst am 10. Januar unterwegs.

Wegen der geplanten Umbauten am St. Adalbert-Stift fand ein wichtiges Gespräch in Görlitz statt.

Pfarrer Pabel konnte seinen 60. Weihetag feiern.

Die ökumenische Gebetsstunde war am Dienstag, den 26. Januar, ein anschließendes gemütliches Beisammensein musste wegen Stromausfall ausfallen.

Die sorbischen Gläubigen beteten mit Kaplan Delan sehr engagiert für die Seligsprechung von Alois Andritzki. Am 2. Februar startete eine Wallfahrt mit dem Bus nach Dachau.

Der Haushaltsplan für 1993 lag für 10 Tage aus und darin waren Ausgaben in Höhe von 1 Million DM angesetzt.

Die Vermeldungen konnten durch die Installation eines neuen beleuchteten Schaukastens am Südeingang der Pfarrkirche jetzt auch ohne Tageslicht gelesen werden.

Die Fastenpredigten mit dem Thema  „Die Heilige Messe“ hielten Pfarrer Morawietz und Kaplan Besch.

Der Pfarrer war Delegierter im Kohleausschuß Oberlausitz/Niederschlesien und musste oft zu Konferenzen.

Die Diskussion um ein neues Marktkreuz schlug Wellen. Der Entwurf des Künstlers aus Aachen fand keinen großen Anklang. Bürgermeister Schowtka engagierte sich persönlich für seine Entwürfe. Schließlich durfte Herr Vollmert aus Seidewinkel seinen Entwurf realisieren.

In einem Gemeindegottesdienst wurde am 23. März (deutsch) und am 26. März (sorbisch) die Krankensalbung gespendet.

In Keula wurde das erst 1977 erneuerte Kreuz durch die Fa. Köckeritz aus Lauchhammer erneuert. Bei der Einsegnung wurde auch das Liedgut deutsch/sorbisch gewählt.

Nach Ostern fand ein neuer Brautkurs statt.

In der Kreuzkirche spielte ein Bläserquintetts aus Prag ein Konzert.

Der Sühnekreuzweg war ein wenig durch Straßenbauten behindert. Es beteiligten sich jedoch viele Gläubige.

Zum ersten Mal gab es in Wittichenau Asylbewerber aus Bulgarien und Jugoslawien. Etwa 25 Personen waren auf dem Krankenhaus-Gelände untergebracht.

Pfarrer Gregor weilte die Karwoche über im Heiligen Land. Er brachte Osterkerzen mit.

Als Zeichen der Einheit Deutschlands brannte vor dem Krippenaltar eine kostbare Osterkerze aus Zupfelhausen.

In Görlitz tauscht sich der Pfarrer erneut zu Angelegenheiten des Adalbert-Stifts aus.

An drei Ortseinfahrten nach Wittichenau werden Hinweisschilder für mit den katholischen und evangelischen Gottesdienstzeiten aufgestellt.

In der Brauerei Glaab wurde am 23. April eine neue Abfüllanlage mit einem großen Fest in Betrieb genommen. Pfarrer und die Kapläne waren das Jahr über oft zum Segnen neuer Arbeitsstätten unterwegs.

Die neu eingerichtete Kollekte "Renovabis" für den Aufbau der ehemalig sozialistischen Länder im Osten wurde im Mai mit gutem Erfolg gehalten.

Der Spielplatz im Kindergarten bekam neue Geräte.

Auf dem neuen Friedhof wird ein neuer Ausgang durch Helfer der Kolpingsfamilie gestaltet.

Vier Religionslehrer für katholische Religion erhielten nach dreijähriger Ausbildung in Würzburg ihr Zeugnis in Schmochtitz.

In Groß Särchen wurde ein neuer evangelischer Pfarrer aus Hannover eingeführt. Pfarrer Neß stammte aus Schlesien.

Anfang Juni wurde in einem feierlichen Gottesdienst das Priesterseminar in Neuzelle geschlossen. Einige Priester nannten diesen Gottesdienst "Requiem für das Priesterseminar".

Wegen Bauarbeiten in der musste die Fronleichnams-Prozession einen anderen Weg nehmen. Das Schuldbekenntnis an diesem Festtag hielt nur der Pfarrer wie vorgelegt, die anderen Priester waren damit nicht einverstanden. Es war vom Senftenberger Priesterteam gestaltet worden. Weihbischof Müller hielt die Prozession und vermeldete am Ende ernannte am Ende Pfarrer Morawietz zum Prälaten.

Für die Kreuzkirche wurde der Einbau einer neuen Heizung geplant.

Pfarrer Werner und Pfarrer Bockisch feierten ihren 25. Weihetag.

Ein Konzert mit dem Jugendchor und den Bläsern fand in den evangelischen Kirchen Groß Särchen und Wittichenau statt.

Für den 3. Oktober wurde für eine Wallfahrt nach Trebnitz geworben.

Zum Abschlussgottesdienst für das Schuljahr am 14. Juli war die Pfarrkirche voll besetzt.

Auf Kosten von Rat Birkner und Weihbischof Müller wurden die Johannes- und Marienfigur, sowie die Hl. Anna und eine Figur für Kotten restauriert.

Der Bau auf der Badergasse wurde durch die notwendige Wasserabsenkung eine schwierige Angelegenheit. Meter für Meter musste abgefangen  und durch Betonwände gestützt werden.

Pfarrer Krahl aus Ostro wurde neuer Domkapitular in Dresden (Pfarrer Salowsky war abgelöst worden).
Kaplan Delan wurde als Kaplan nach Bautzen versetzt, dafür kam Kaplan Jakubasch aus Crostwitz.

Die Gemeindewallfahrt als Fußwallfahrt nach Rosenthal wurde erstmals mit Kaplan Besch gehalten. Ein Wallfahrtstag zum Fest der Hl. Hedwig nach Görlitz und dann später nach Trebnitz fand mit guter Beteiligung statt.

Am 13. Oktober versuchten Einbrecher in die Pfarrkirche zu gelangen. Die Haupteingangstür, die Seitentür im Nordaufgang, die Tür zum Heizungskeller und die erste Sakristeitür wurden stark beschädigt. Vermutlich verschreckte dann die Sicherheitsanlage die Einbrecher.

Die Firmvorbereitung durch Elternabende und auch Predigten war erfolgreich.

In einer Spendenaktion für St. Petersburg wurden viele Geschenkpakete gesammelt.

Die Gottesdienste in Oßling wurden wegen des Umbaus der Kapelle in Dubring gehalten.

Am 16. August starb nach langer Krankheit Prälat Puzik in Görlitz.

Für ein Abschiedsgeschenk an Kaplan Delan musste verspätet im September gesammelt werden. Das Geschenk wurde später in Bautzen durch den Pfarrer überreicht.

Ein Ausflug führte die kirchlichen Mitarbeiter diesmal zur Oper "Carmen" nach Cottbus.

Pfarrer Wientzek setzte seinen Trabant an die Lampe von Fotograf Woelke. Der Unfall jagte Wientzek einen schönen Schreck ein. Den Trabant legte er danach still. Weil er sich später bei einem Sturz in seinem Zimmer mehrere Rippen angebrochen hatte, musste er zeitweilig zur Behandlung nach Görlitz.

Der dritte Vortrag zur Vorbereitung auf die Firmung mit unserem Bischof konnte in der Kreuzkirche gehalten werden. Dort war die neue Gasheizung in Betrieb.

Am 3. Dezember erfolgte der erste Spatenstich im geplanten Wohngebiet am alten Bahnhof.

Unser Bischof Bernhard Huhn feierte seinen 40. Weihetag.
 

1994

Da die Schule im neuen Jahr schon am 5. Januar begann, musste der Schülergottesdienst schon um 7:20 Uhr gefeiert werden. Wegen der entstandenen Unruhe konnte die geplante Wasserweihe nicht stattfinden.

Pfarrer Pabel  ✝

Pfarrer Pabel wurde am 24.7.1908 in Habelschwerdt geboren und am 29.1.1933 in Breslau zum Priester geweiht. Er war zunächst Kaplan in Oberschwedeldorf bei Glatz, später in Wünschelburg und Neurode. Dann wurde er Pfarrvikar in Grafenort, Pfarrer in Neuwaltersdorf, Lokalist in Uhyst, Kuratus in Uhyst, Kuratus in Lohsa, Kuratialpfarrer in Neupetershain und zuletzt Konsistorialrat. Seit 1988 hatte er seinen Ruhestand in Wittichenau verbracht.

Anfang Januar verstarb Pfarrer Pabel. Beim Neujahrsempfang in Görlitz konnte Bischof Huhn noch für ihn beten. Die Beerdigung war in Wittichenau mit großer Beteiligung der Priester am 13. Januar.

Die Dreikönigssänger waren am Sonntag, den 9. Januar unterwegs und sammelten 1.300 DM für Kinder in Not.

Präses Gregor lud für die erste Woche im Jahr zum Gebet "8 nach 8" ein.

Die Neugründung von der sorbischen Gemeinschaft Bratrowstwo war am Sonnabend, dem 15. Januar, in Sollschwitz.

Am 18. Januar fand in der Kreuzkirche eine Gebetsstunde für die Einheit der Christenheit in der Kreuzkirche statt. Vor etwa 45 Besuchern hielten  Pfarrer Morawietz und Pfarrer Wust eine Dialogpredigt.

Die Schützenbruderschaft St. Sebastiani feierte mit ihren Familien den Patronatstag. Das Festessen fand in der Gaststube "Stadt Hamburg" statt.

Schon Ende Januar konnte der Gemeinde für die Spenden bei der Häuserweihe gedankt werden.

Die Kolpingschwestern hielten ihre regelmäßigen Zusammenkünfte, selbst Fasching wurde gefeiert.

Pfarrer Gebauer konnte in Döbern seinen 60. Weihetag feiern. Er war in der Diözese bekannt als einführender Pfarrer für Neupriester.

Pfarrer Schubert nahm trotz des geschwächten Körpers an einer Israelreise teil.

Die Büttenpredigt hielt Kaplan Jakubasch. Diese wurde noch einmal bei der Goldenen Hochzeit des Ehepaars Wabersich wiederholt.

Die deutschen Fastenpredigten hatte Pfarrer Schuppan von Hoyerswerda übernommen.

Die Spendung des Taufsakramentes fand nicht mehr in Gemeinschaft statt. So waren am 5. Fastensonntag: 11:30 Uhr sorbische Taufe aus Dubring, 13:00 Uhr Taufe eines Kindes aus Wittichenau und um 15:00 Uhr eine weitere deutsche Taufe eines Kindes aus Wittichenau. Dazwischen fanden die Fastenpredigten statt.

Am 6. März verstarb in den USA Herta Nikovich (geb. Barth) aus Wittichenau. Noch zu Lebzeiten hatte diese ehemalige Wittichenauerin um eine Beisetzung in Wittichenau gebeten. Später erfuhr die Stadtverwaltung, dass Frau Nikovich über 100.000 Dollar an die Stadt Wittichenau vererbt für die Kinder- und Jugendarbeit vererbt hatte. Zur Verwaltung des Erbes wurde 1999 die Wittichenauer Kinder Mrs. Nikovich-Stiftung gegründet.

Am Palmsonntag sang der Kolpingchor die Passion nach Johannes.

Auf dem Marktplatz wurde das neue Marktkreuz im Auftrag der Stadt errichtet. Ärgernis war entstanden über die Kostenregulierung. Das Werk kostete 53.000 DM. Am Karfreitag war zur Liturgie auch Pfarrer Wust in der katholischen Pfarrkirche und zog dann mit der Gemeinde nach dem Gottesdienst zur Kreuzsegnung auf den Markt. Der Termin war so von Pfarrer Morawietz gewünscht worden, weil die Stadtverwaltung keine zusätzliche Feier organisieren sollte.

Nach langer Bauzeit konnte am 9. April die Kapelle in Oßling durch den Weihbischof von Dresden in Besitz genommen werden.

Zur Kreuzreiterprozession kam Bischof Huhn, der seinen Rücktritt plante.

Pfarrer Gebauer  ✝

Pfarrer Gebauer wurde am 27.9.1910 in Breslau geboren und am 28.01.1934 in Breslau zum Prieser geweiht. Er war Kaplan in Deutsch-Wartenberg, in Niedersalzbrunn, Groß-Karlshöh, Hermsdorf, außerdem von 1941 bis 1975 Kuratialpfarrer in Beeskow und von 1975 bis 1986 Kuratialpfarrer in Peitz. Seinen Ruhestand verbrachte er seit 1986 in Döbern.

In der Karwoche verstarb Pfarrer Gebauer in Döbern. Er wurde am Osterdienstag dort beerdigt.

Auf dem Grundstück Badergasse konnte am 22. April Richtfest gefeiert werden. Anschließend wurden die Gäste mit einer Schlachtplatte im Goldenen Lamm bewirtet. Das Grundstück war in Erbpacht an den Bruder des Pfarrers gegeben worden.

Der Antrag für den Neubau an der Schulgasse wurde vom Pfarrer am 2. Mai persönlich in Dresden abgegeben. 

Die ökumenische Gebetsstunde am 17. Mai wurde von etwa 45 Gläubigen besucht. Auch Kaplan Besch war diesmal dabei, allerdings ohne Jugend.

Dompropst Gerlach fuhr mit Pfarrer Morawietz als Vertreter des Domkapitels von Görlitz nach Liegnitz. Dort wurde ein neues Domkapitel errichtet und in einem feierlichen Gottesdienst eingeführt.

Die Restauration der Muttergottesfigur vom Maialtar konnte am 4. Juni beginnen.

Der Priesterausflug des Dekanates mit nur 13 Priestern führte an die Elbe zum ältesten Weingut und der Kirche mit dem heidnischen Kopf.

Die ländlichen Tage im Raum Wittichenau veranstaltet von CSB waren von Peter Neunert als Leiter gut organisiert worden. Die ökumenische Gebetsstunde auf der großen Pfarrwiese mit hohen Gästen war nicht so gut besucht. Landtagspräsident Iltgen und Bürgermeister Schowtka mit Ehefrauen nahmen neben dem Altar ihren Platz ein.

Die Jugend feierte am Sonntag mit lauter Musik auf dem Krankenhausgelände die Eucharistie mit großem Publikum.

Ein gelungener Lobpreis Gottes war die sorbische Vesper.

Unter Pfarrer Kania sagten die Petersburger für die reichen Spenden in einem Konzert in der Pfarrkirche Dank. Die Beteiligung war nicht überwältigend.

Pfarrer Pohl konnte das Richtfest der Kirche Heilig Kreuz in Eisenhüttenstadt feiern.

Anfang Mai fand in Görlitz in Gegenwart des Domkapitels und Vertretern des Landes Sachsen und Brandenburg die Unterzeichnung des Vertragstextes zur Errichtung des Bistums Görlitz statt.

Die Kollekte Renovabis erbrachte ein gutes Ergebnis von 4.100,- DM.

In Görlitz verstarb nach langer Krankheit die ehemalige Seelsorgehelferin Schwester Andrea.

Ein langjähriger Weggefährte von Pfarrer Fuchs verstarb mit 79 Jahren im Sauerland : Pfarrer Geilich, früher in Welzow.

Die Frage nach weiblichen Ministranten war vom Pfarrer auf die Tagesordnung des Pfarrgemeinderates gesetzt worden. Der Pfarrgemeinderat sagte aber grundsätzlich "Nein" zu Mädchen als Ministranten.

Am 12. Juni war Wahltag für die Gemeinden, den Stadt und Landkreis. Auch der Katholikenrat der Apostolischen Administratur Görlitz hatte zur Wahl aufgerufen.

In der Pfarrkirche fand eine musikalische Vesper großen Anklang. Bernadette Kindermann hatte sich mit den Chören sehr dafür engagiert.

Das Katholikentreffen in Dresden fand bei den Wittichenauer Katholiken kaum Anklang. Es gab einfach zu viele Veranstaltungen in diesem Zeitraum. Nicht einmal ein eigener Bus von Wittichenau konnte belegt werden.

Der Kirchenvorstand nahm Gespräche über den Kauf des Kapellengrundstücks in Kotten auf.

Der ehemalige Jugendseelsorger Pfarrer Pabel feierte in Schwarzheide seinen 25. Weihetag.

Bischof Huhn rief zur Hilfe für Ruanda auf. Dort hatte es zwischen April und Juli einen Völkermord gegeben.

Bischof Huhn konnte ferner die Errichtung der Diözese vermelden. Im gleichen Zuge wurde er als Bischof verabschiedet. Der Abschiedsgottesdienst und Empfang wurde in Görlitz gefeiert.
Das Fest für den neuen Bischof Rudolf Müller wurde später im Großen Bahnhof in Görlitz begangen.

Kaplan Besch begleitete die Wallfahrt mit dem Bus nach Neuzelle.

Am 25. September konnte Kaplan Besch die Neugründung der Deutschen Jugendkraft (DJK) Wittichenau vollziehen.

Die Kapelle auf dem Weg nach Saalau wurde von Thomas Wels wunderbar restauriert.

Erstmalig tagte der Kirchenvorstand mit dem evangelischen Gemeinderat. Viele Informationen wurden ausgetauscht. 

Die Bundestagswahl am 16. Oktober war trotz Querelen im Kreis ein voller Erfolg für die CDU. Bei einer Begegnung mit dem Sachsenkönig Kurt für eingeladene Priester in Schmochtitz herrschte eine eigenartige Harmonie. Kritik an der Politik war nicht möglich.

Am Buß- und Bettag fand eine Begegnung von Helfern und Behinderten aus der Gemeinde statt.

Der ehemalige Kaplan in Wittichenau, der Ostroer Pfarrer Georg Krahl verunglückte und starb an den Folgen des Unfalls. Er wurde in Radibor, seinem Geburtsort, beerdigt.

Dr. Kessler aus Bonn hielt einen Vortrag über Uganda, sowie die dort unterstützte Ordensgemeinschaft und bat um die Spenden.

Der Altentag wurde mit einer Neuerung begangen. Es ging mit dem Auto und Bus nach Sollschwitz. Jugendliche boten ein weihnachtliches Spiel. Etwa 135 Senioren waren gekommen.

Vor Weihnachten gab es mit dem amtierenden Bürgermeister und dem Kirchenvorstand eine Begegnung.

Der Weihnachtsmarkt, mit Aufruf für die Not in Jugoslawien zu spenden, war ein guter Erfolg.

Pfarrer Kania konnte mit Dank wieder eine große Hilfsaktion für St. Petersburg registrieren.

Eine Wandfliese mit Motiven der Gemeinde und ihrer Gebetsstätten wurde hergestellt.

Die Christnacht konnte zum 2. Mal auch eigens die sorbischen Gläubigen zusammenführen. Ein Zusammenkommen für den Klerus war am Heiligen Abend damit nicht mehr gegeben. Die kirchlichen Mitarbeiter kamen zur weihnachtlichen Runde am 30. Dezember zusammen.

Die Ablehnung der Bauanzeige von Seiten des Denkmalamtes machten neue Verhandlungen notwendig. Überraschend kam dann Ende November für die Kirchstraße die Abrissgenehmigung. Die Schützenbruderschaft realisierte den Abriss sehr schnell unter der Bauleitung von Dr. Jürgen Heidan. Das Abbruchholz wurde nach einer Vermeldung in der Pfarrkirche sehr schnell abgeholt. Bald darauf kam auch grünes Licht für die Badergasse.
 

1995

Der Jahresanfang war für alle Priester wieder eine Begegnung mit den Familien anlässlich der Häuserweihe. Pfarrer August Schubert musste allerdings als Mitarbeiter erst einmal ausfallen.

Die Sendungsfeier für die Dreikönigssänger fand am Hochfest Erscheinung des Herrn statt. Es war sehr kalt und schneite. Die Kinder sammelten 1780 DM.

Die ökumenische Gebetsstunde wurde mit Bläsern, Flötenspielern und vorbereiteten Symbolen gestaltet. In der Kreuzkirche waren 65 Gläubige vereint zum Gebet.

Pfarrer Schubert konnte ab dem 16. Januar wieder voll mitarbeiten. Am Ende der Winterferien konnten die Kinder zur ersten hl. Beichte geführt werden. Es war eine Wohltat, dass viele Eltern ihre Kinder zur ersten Beichte begleiteten.

Herr Münzberg wurde für den Neubau in der Schulgasse vertraglich verpflichtet. Die Kreditaufnahme für den Bau wurde von dem Kirchenvorstand nach schwierigen Gesprächen unterzeichnet. Herr Mikwauschk konnte am 1. März auf 10 Jahre Küsterdasein zurück schauen. Die Fastenzeit brachte viele Anregungen durch das gemeinsame Tun in der Gemeinde.

Die deutschen Fastenpredigten teilten sich Pfarrer Schneider, Pfarrer Hoffmann und Pfarrer Morawietz mit Gedanken aus dem Papstbuch "Die Schwelle der Hoffnung überschreiten".

Im April/Mai gab es erregte Gespräche in der Kolpingsfamilie. Wegen der hohen Jahresbeiträge die an den Bundesverband nach Köln zu zahlen wären, sollte eine Abmeldung aus dem Verband erfolgen. Durch diese Diskussion in der Kolpingsfamilie wurde das Bild der Wittichenauer in der Diözese beschädigt.

Die Dankandacht der Osterreiter in Ralbitz hielt Kaplan Krahl mit Pfarrer Morawietz. Der Pfarrer nahm zum siebten Mal an der Kreuzreiter-Prozession teil. Den Dankgottesdienst der deutschen Kreuzreiter feierte Kaplan Besch.

Am 8. Mai fuhr Kaplan Besch zum DJK-Treffen nach Hamburg.

In Phillipsdorf gab es einen Festgottesdienst mit Bischof Reinelt und Bischof Vilk aus Prag. Die Völkerverständigung war ein dringendes Anliegen.

Der Festgottesdienst für die Deutsche Jugendkraft (DJK) am Sonnabend, dem 27. Mai, und die Erstkommunionfeier am Sonntag, dem 28. Mai, forderte die Seelsorger der Gemeinde nach Kräften. Dazu kam noch die Kollekte Renovabis.

Der Pfarrer wünschte sich als Abschiedsgeschenk eine neue Glockenläutanlage.

Das Schützenfest am Pfingstsonntag war ein besonderes Ereignis für Wittichenau.

Am Fronleichnams-Donnerstag musste bei total gefüllter Kirche die Prozession in der Kirche stattfinden, da es regnete. Die Andacht am Nachmittag, diesmal mit großem Prozessionsweg, war wieder ohne Regen.

Kaplan Thomas Besch wurde nach Senftenberg versetzt und Kaplan Ansgar Florian sollte dafür aus Görlitz nach Wittichenau kommen.

Anna Hundek verstarb im Altersheim im Alter von 92 Jahren. Sie war 50 Jahre im Dekanat in der Caritasarbeit tätig. Pfarrer Schneider hielt die Dankpredigt. 

Die Kinderwallfahrt war diesmal am Wochenende Sonnabend/Sonntag. Für die Wittichenauer Familien und für die Pfarrgemeinde war es ein ungünstiger Termin.

In Görlitz gab es wegen der Kaplansversetzung ein Gespräch mit Pfarrer Křesák. Erstmalig konnten die Kapläne laut Dekret den Umzugstermin selbst festlegen. So konnte Kaplan Florian erst im Oktober nach Wittichenau kommen, weil Kaplan Besch dann erst nach Senftenberg ziehen  konnte. Der dortige Kaplan Lamm wollte seinen Dienstort Senftenberg erst nach der anstehenden Feier der Firmung im Oktober verlassen.

Der gebürtige Wittichenauer Pfarrer Zomack feierte seinen 25. Weihetag.

Am 26. Juni wurde ein Brief des Bischofs verlesen: Darin ernannte er Christoph Bockisch zum neuen Pfarrer von Wittichenau und Karl-Heinz Morawietz zum Pfarradministrator. Die Übergabe der Pfarrei war für den 6. Januar 1996 geplant.

Die von Bernadette Kindermann organisierten Konzerte wurden dankbar angenommen.

Die Muttergottes-Statue, der auferstandene Christus, das Osterreiterkreuz und die Figur "Christus in der Gefangenschaft" wurden neu gefasst.

Bischof Müller feierte in Neuzelle seinen 40. Weihetag.

Am 30. Juli dankte der Pfarrgemeinderat in einem Gottesdienst dem scheidenden Kaplan Besch.

Die Wirtin des verstorbenen Pfarrers Krahl, Frau Berneis, gab die Restaurierung von fünf Figuren für die Kapelle in Dubring bekannt. Der verunglückte Pfarrer Krahl hatte auf die Rückführung der Figuren nach Dubring bestanden. Nach fast 40 Jahren kehrten die Figuren heim und fanden in der neu erbauten Kapelle einen Platz.

Da der neue Kaplan Florian sich erst für Mitte Oktober mit dem Umzug angemeldet hat, muß der Pfarrer, trotz seiner Resignation aufs Pfarrhaus, den Unterricht zur Vorbereitung auf die hl Beicht in 3 Gruppen beginnen. Auch die Elternabende als Hilfe für den Unterricht gedacht waren angesetzt.

Die geplante Firmung im Oktober wurde nach Rücksprache mit dem neuen Pfarrer auf das Jahr 1996 verlegt.

Kaplan Jakubasch war mit Jugendlichen der Gemeinde zur großen Wallfahrt Warschau - Tschenstochau.

In Crostwitz schaute die Gemeinde in einem Gottesdienst am 13. August auf 770 Jahre ihres Bestehens zurück. Ein gut gestalteter Umzug mit Gestalten aus den Jahrhunderten erfreute die Zuschauermenge.

Die Schwierigkeiten in der Kolpingsfamilie sollten am 1. September geklärt werden. Die Verhärtung gegenüber der Zentrale in Köln war enorm.

Die Gemeindewallfahrt nach Rosenthal war wieder schön. Die Bewirtung mit Getränken im Wald vor Kotten war gelungen. Zur Wallfahrt nach Neuzelle war auch wieder ein Bus mit Gemeindemitgliedern gefahren.

Am 15. September begann die Räumung des Pfarrhauses für die geplanten Bauarbeiten. Durch den Einsatz von Generalvikar Birkner gab es für die Bauarbeiten einen großen finanziellen Zuschuss vom Bonifatiuswerk.

Im St. Adalbert-Stift wurde das 100-jährige Bestehen des Stifts gefeiert.

Der Betriebsausflug führte in diesem Jahr zur Bundesgartenschau nach Cottbus. Im Kavalierhaus in Branitz aßen die Mitarbeiter zu Mittag. Außerdem besuchte man das Theaterstück "Ein seltsamer Heiliger" von Rudi Strahl in der Theaterscheune.

Das Rosenkranzfest brachte viele Beter in die Kirche, auch die Ralbitzer Wallfahrer kamen. Die Prozession am Nachmittag war sehr gut besucht, das Wetter war trocken, aber kühl.

Mit großer Überraschung konnte am Kirchweihtag (14 Tage früher) Kaplan Florian begrüßt werden. Mit seiner Ankunft war nun ein Wächter für das Pfarrhaus anwesend, so dass der Pfarrer erstmals in seiner Wohnung in der Badergasse 1 schlafen konnte.

Für 14 Tage kam Herr Töpler aus Neuzelle, um die Bücher auf dem Pfarrhausboden zu registrieren und zu verpacken. Er wohnte in der Wohnung unter dem Sebastiansaal. Es war für ihn eine Mammutarbeit.

Die Prozession am Allerheiligentag zum Friedhof fand bei starkem Regen statt.

In der Kreuzkirche führte eine Schülergruppe aus der Tschechoslowakei das Rockmusical "Jesus Christ Superstar" in englischer Sprache auf.

In Sollschwitz waren am 1. Advent wieder die Senioren zu einem gemeinsamen Nachmittag versammelt.

Am Sonntag, den 10. Dezember, wurde in einer kurzen Bausitzung des Kirchenvorstandes der Baubeginn in der Schulgasse festgelegt. 

Der Weihnachtsmarkt war für die Initiativgruppe Christliche Eltern ein großer Erfolg. Der Basar (auch mit Kuchen) brachte 2.270 DM für St. Petersburg ein. 

Die letzten Wochen als Pfarradministrator waren für Pfarrer Morawietz anstrengend. Der Haushaltsplan mit der Reduzierung der Arbeitskräfte im Kindergarten musste beschlossen werden. Daneben mussten noch eine Vielzahl weiterer Aufgaben erledigt werden: die Beichttätigkeit, die Arbeit mit den Kreisen, die Krankenbesuche, die Rorategottesdienste um 6 Uhr, die Vorbereitung des Weihnachtsfestes, das Frauentragen auf der Särchener Straße und in der Stadt, die Planung der Häuserweihe 1996, die Übergabe der Bücher an Pfarrer Bockisch, die Einführung des neuen Pfarrers und die Verabschiedung.
Bei winterlichem Wetter und etwas Sonnenschein fand der Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Morawietz am 2. Weihnachtsfeiertag statt. Die Messe feierten die Professoren Friemel und Grande, sowie Dr. Mann mit. Außerdem waren Bischof Huhn und Bischof Müller, sowie das Domkapitel St. Jakobus aus Görlitz angereist. Viele weitere Priester waren zugegen.
Nach 23,5 Jahren beendete Kalr-Heinz Morawietz damit seinen Dienst als Pfarrer von Wittichenau.

Pfarrer Bockisch hatte seine Einführung für den 6. Januar 1996 geplant, da er zuvor noch zu geistlichen Tagen nach Meschede wollte.

1996

Am 6. Januar wurde Pfarrer Christoph Bockisch durch Dekan Geisler in einem Vespergottesdienst in sein Pfarramt in Wittichenau eingeführt. Mit Böllerschüssen begrüßten die Schützen den neuen Pfarrer.

Drei Gruppen von Sternsingern sammeln am 7. Januar 1.452,- DM Spenden für Kinder in Not.

Am 18. Februar verarbeitete Pfarrer Bockisch erste Eindrücke, Wünsche und Sorgen in seiner neuen Pfarrei in einer Büttenpredigt.

Am 5. März verstarb Bischof Gerhard Schaffran. Er wurde in der Bischofsgruft am 11. März in Görlitz beigesetzt.

An den Fastensonntagen hielt Pfarrer Bockisch die deutschen Fastenpredigten. Sie gaben den Zuhörern Anstöße für ein christliches Leben aus der Regel des Hl. Benedikt. Die sorbischen Fastenpredigten wurden von Monsignore Salowski aus Crostwitz, Pater Cyril Kindermann aus Rosenthal, Pfarrer Rehor aus Radibor, Pfarrer Werner aus Storcha, Pfarrer Kmetsch aus Sdier und Pfarrer Nawka aus Ralbitz gehalten.

Kaplan Ansgar Florian musste die Jugendmesse am 1. März nach dem Wortgottesdienst abbrechen. Die wöchentliche Jugendmesse in der Kreuzkirche wurde nur noch von einem harten Kern der Jugend besucht, die wussten, worum es in der Eucharistiefeier geht. Bei der Jugendmesse am 1. März waren auch die Jugendlichen dabei, die sich auf die Firmung vorbereiten sollten. Angesichts des ehrfurchtslosen Verhaltens jener Jugendlichen brach der Kaplan den Gottesdienst mit den Worten ab: „Wer keinen Unterschied zwischen dem Verhalten in einer Faschingsbar und einem Gotteshaus kennt, wer mit lautem Unterhalten über Bänke hinweg die Verkündigung und das Hören des Wortes Gottes stört und dabei sogar Karten spielt, wer seinen Unglauben öffentlich bekennt und das alles für Quatsch hält, der kann nicht glaubwürdig Gast sein am Tisch des Herrn."
Der Pfarrer bekräftigte am 3. März in einer Vermeldung, dass er die Entscheidung des Kaplans voll mittrage. Jeder Firmling sollte ernsthaft bedenken, ob und warum er gefirmt werden wolle.

Am 15. März wurde der Um- und Erweiterungsbau des St. Adalbert-Stiftes bekannt gegeben.

Am Palmsonntag wurden Palmweihe und Prozession vor der deutschen 7:00 Uhr-Messe und der sorbischen Messe um 8:30 Uhr gehalten. Bei bitterer Kälte herrschte Schneetreiben. Der Pfarrer war schwer erkältet. Bei der Prozession herrschte kläglicher Gesang, da die meisten Gläubigen durch die Seitentüren in die Pfarrkirche eilten, um sich Sitzplätze zur Eucharistiefeier zu sichern. Im 10:00 Uhr-Gottesdienst gab es keine Palmweihe – und zwar vermutlich schon seit den 80er-Jahren. Die Palmweihe im Hauptgottesdienst war angeblich gestrichen worden, weil immer weniger Gottesdienstbesucher an der Plamweihe vor der Kirche teilgenommen hatten, aus Angst sie könnten zur Messe keinen Sitzplatz mehr in der Kirche ergattern. Der Pfarrer bemängelte nach dem Festtag außerdem die unzureichende Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen. Im 10:00 Uhr-Gottesdienst sang der Kolpingchor letztmalig unter Veit Rademacher die Johannespassion..

Pfarrer Gregor ritt in diesem Jahr zum ersten Mal mit den Kreuzreitern nach Ralbitz.

Am 21. April wurde ein neuer Kirchenvorstand und ein neuer Pfarrgemeinderat gewählt. In die Gremien wurden gewählt:

Kirchenvorstand Pfarrgemeinderat
für die Stadt Joachim Graf für die Stadt Gottfried Glaab
Siegfried Salowsky Andreas Kliemank
Dr. Jürgen Heidan Johannes Czöpitz
Wolfgang Graf Peter Neunert
Lothar Modsching Hans Jürgen Wocko
für die Dörfer Peter Zschorlich Klemens Zschorlich
Irene Noack für die Dörfer Barbara Just
Georg Heink Michael Kretschmer
Joachim Paschke Regina Kummer
Hartmut Zschorlich Theresia Zschorlich

Am 5. Mai spendete Bischof Müller 140 Jugendlichen das Sakrament der Firmung.

Am 13. Mai wurde der neue Kirchenvorstand verpflichtet. Es wurden die Kommissionen "Finanzen", "Friedhof" und "Grundstücke" gegründet. Stellvertretender Vorsitzender wurde Siegfried Salowsky.

Am 24. Mai gab es ein „Benefizkonzert“.

Zur Erstkommunion gingen in diesem Jahr 22 Jungen und 32 Mädchen.

An der neuen Marktpassage wurde am 31. Mai Richtfest gefeiert. Der Pfarrer segnete den Neubau am 1. Juni. Am 4. Juni übergab der Bauherr der Marktpassage, Paul Weiland, dem Pfarrer eine Spende von 5.000,- DM. Die Spende sollte für die Instandsetzung der Orgel verwendet werden. Der Kostenvoranschlag dafür belief sich auf 30.000 DM.

Pfarrer Bockisch und Gemeindereferentin Ingrid Winzer sprachen am 14. Juni mit den Eltern der Erstklässler, ob nicht der Erstbeicht- und Kommunionunterricht nicht erst in der 3. Klasse erfolgen sollte. Sie stellten die Frage: Können Kinder einen Sinn in der regelmäßigen Teilnahme am Gottesdienst sehen, wenn ihre Eltern nicht oder nur nach Lust und Laune gehen? Nach einer Abstimmung ergab sich, dass 1997 keine Erstkommunionfeier stattfinden sollte und die Kinder dann erst in der 3. Klasse zu den Sakramenten gehen. 1997 sollte ein echtes Vorbereitungsjahr sein mit Glaubensabenden für die Eltern und Gemeinschaftstagen für die Kinder. 1997 wollte Pfarrer Bockisch außerdem zur Silbernen Erstkommunion des Jahrgangs 1972 anregen.

Die rekonstruierte Sollschwitzer Kirche wurde am 27. Juni wieder geweiht. Dazu kam Bischof Müller in den Wittichenauer Ortsteil. Die Rekonstruktion war eine Forderung der Sollschwitzer in den Vertragsverhandlungen für die Eingemeindung nach Wittichenau. Für die Generalsanierung wurden 250.000 Mark aufgewendet.

In Anwesenheit des Sächsischen Staatsministers Dr. Geisler weihte Generalvikar Zomack am 1. August den Grundstein für den Erweiterungsbau des St. Adalbert-Stifts.

Auf der Baustelle Schulgasse 2-4 wurde am 2. August Rüstfest gefeiert.

86 Schulanfänger wurden am 13. August für den Start in das Schulleben gesegnet.

Am 23. August lud der Pfarrgemeinderat Zugezogene zu zwanglosem Gespräch ein.

Am St. Adalbert-Stift konnte am 25. August Richtfest gefeiert werden.

Kinder aus Petersburger Musikschulen brachten ein musikalisches Dankeschön für die alljährliche Weihnachtsmarkt-Aktion der Initiative Christliche Eltern dar. Dabei wurden 3000 Mark für die Petersburger gespendet.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarrgemeinde unternahmen am 9. Oktober eine Busfahrt nach Görlitz.

Im September wurde eine Generalreinigung und Überholung der Orgel vorgenommen. Am 20. Oktober konnte die Orgel wieder erklingen. Die Gesamtkosten 30.564,70 DM konnten vollständig durch Spenden gedeckt werden.

Am 20. Oktober wurden die Neuntklässler in die Pfarrjugend aufgenommen.

Am 3. November fand eine zweite Firmung in diesem Jahr statt: Abt Stephan Schröer aus dem Benediktinerkloster Königsmünster firmte 61 Jugendliche.

Bischof Rudolf Müller besuchte Wittichenau vom 6. bis 7. November.

Pfarrer Wientzek feierte am 18. November seinen 85. Geburtstag.

Wittichenau bekam am 29. November einen Polizeiposten mit 5 Beamten am Ticinplatz. Die Räume wurden von Pfarrer Bockisch und Pfarrer Wust eingesegnet.

Am 13. Dezember wurde außerdem die neue Sport- und Mehrzweckhalle an der Schule eröffnet. Pfarrer Bockisch und Pfarrer Wust segneten die neue Halle.

1997

Im Januar wurde eine im St. Adalbert-Stift Sr. Ruth Langer als neue Oberin eingeführt. Sie löste Sr. Benedikta ab, die in Wittichenau 10 Jahre Oberin war. Sr. Ruth leitete 1976 bis 1983 die Aspirantur im Stift.

Am 6. Januar zogen die Sternsinger durch die Stadt und besuchten auch das Adalbert-Stift. Sie sammelten 1186 DM.

Günter Kliemank wurde am 19. Januar für seinen Dienst als Diakonatshelfer gedankt. Der Bischof würdigte in einem Dankschreiben seinen Einsatz. Kliemank zog sich anschließend aus gesundheitlichen vom Dienst zurück.

Ab 1. Februar wurde die wöchentliche Bistumszeitung "Tag des Herrn" durch Boten verteilt

Pfarrer Schubert feierte am 15. Februar seinen 80. Geburtstag.

Pfarrwechsel In Senftenberg kam es am 28. Februar zu einem Pfarrwechsel. Pfarrer Weber verzichtete auf die Pfarrei, weshalb der bisherige Kaplan Thomas Besch zum Pfarrer ernannt wurde.

Die diesjährigen deutschen Fastenpredigten hielt Pfarrer Udo Jäckel.

Am Ostersonntag, dem 30. März, feierte der Päpstliche Nuntius, Erzbischof Lajolo, gemeinsam mit Bischof Rudolf Müller und Generalvikar Zomack das lateinische Pontifikalamt.

Am 1. April nahm André Klatte seine Tätigkeit als Organist und Kantor in unserer Gemeinde auf.

Am 4. April wurde eine Zweigstelle der Volks- und Raiffeisenbank in Wittichenau eröffnet.

Pfingstmontag feierte die Gemeinde in Bernsdorf mit dem Bischof den 100. Weihetag der Kirche. Außerdem beging Pfarrer Christoph 1997 seinen 40. Weihetag und am 1. September sein 25-jähriges Ortsjubiläum.

Liebe Brüder und Schwestern der Nachbargemeinde St. Josef!

Am Pfingstmontag feiert Ihr mit unserem Bischof und vielen Gästen den 100. Weihetag Eurer Pfarrkirche. An diesem Tag weiß sich auch die Pfarrgemeinde Wittichenau in besonderer Weise mit Euch verbunden. Als derzeitiger Pfarrer möchte ich Euch allen unsere herzlichen Segenswünsche aussprechen. In meiner Dienstzeit in diesem Gebiet konnte ich als Dekanats- und Diözesanjugendseelsorger schon manche von Euch kennen lernen und dabei immer wieder mit einer gewissen Bewunderung feststellen, mit welch gesundem Selbstbewusstsein und mit welchem Einsatz Eure Gemeinde ihr Leben gestaltet hat und dies immer noch tut – das heutige Fest bestätigt diese Erkenntnis. Bleibt eine unverwechselbare Ortskirche!

Der Beginn dieser Gemeinde ist gekennzeichnet von überzeugten katholischen Christen, die die Suche nach Arbeit und Lebensunterhalt aus allen möglichen Gegenden nach Bernsdorf gebracht hat. Sie spürten, dass auch am neuen Ort der auferstandene Herr sie ruft und sendet als Zeugen seiner Liebe. Dabei ist das regelmäßige Zusammenkommen der Glaubenden die erste und wichtigste Voraussetzung für alles weitere. Besonders die jungen Christen brauchen Freunde bei der Kirche, mit denen sie durch dick und dünn gehen. Ich weiß nicht, was die Kerngruppe von damals mit dem damaligen Wittichenauer Pfarrer Krause bewogen hat, den Namen „Katholisches Casino“ zu führen. Kasino meint ja eigentlich den Ort für das gesellige Zusammenkommen, eine Gaststätte, wo die Einzelnen Gemeinschaft erfahren, einander sich ihre Erfahrungen mitteilen und miteinander froh sein können. Ich wünsche Euch, dass dieses Fundament auch in Zukunft tragfähig bleibt, was auch immer kommen mag.

Eure vor 100 Jahren geweihte Kirche wurde in unmittelbarer Nachbarschaft der Glasschmelze errichtet. Es ist eine Grundüberzeugung des katholischen Glaubens, dass auch das Schaffen des Menschen ein Gottesdienst ist. Andererseits braucht all unser Tun die Rückbindung an Gott. Nicht die Arbeit an sich ist das Ziel, sondern dass wir einmal eingehen dürfen in die Ruhe des dreifaltigen Gottes, der uns viele Fähigkeiten zur Gestaltung der Welt geschenkt hat, damit in allem Gott verherrlicht werde.

In der Verbundenheit des gemeinsamen Glaubens grüßt Euch alle die Pfarrgemeinde St. Maria Himmelfahrt in Wittichenau und deren Pfarrer Christoph Bockisch Pfingsten 1997

Familie Kretschmer ließ am 20. April in Dubring ein Kreuz weihen.

Vom 24. bis 25. Mai fand wieder die Jugendwallfahrt des Bistum statt. Beginn war in Guben.

Der Pfarrer lud Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarrgemeinde am 28. Mai zu einer Erlebnisreise in die Pfalz ein. Georg Dittrich aus Landau (der aus Wittichenau stammt) wollte den Teilnehmern mit Hilfe seines Sohnes einen Einblick in dieses Stück Deutschlands geben.

Am 1. Juni fand ein Eucharistischer Kongress in Breslau statt. Am 2. Juni feierte der Papst eine Messe auf dem Flugplatz von Liegnitz.

In Görlitz gestaltete die Kolpingfamilie am 8. Juni ihren Diözesantag.

Vom 20. bis 22. Juni wallfahrten wieder viele Kinder des Bistums von Wittichenau nach Rosenthal.

Am 15. Juni wurden Bauarbeiten zur Sanierung der Alten Schule angekündigt. Die Arbeiten sollten 113.000 DM kosten. Die Gemeinde musste dazu einen Eigenanteil von 26.000 DM erbringen.

Am 1. Juli feierte Bischof Rudolf Müller einen Dankgottesdienst für 10 Jahre bischöflichen Dienst.

Pfarrer Schubert konnte am 10. Juli sein Goldenes Priesterjubiläum in Neuzelle feiern.

Am 16. Juli brechen 40 Ministranten zur Fahrt nach Neuzelle auf. Die Frohschar fährt zur gleichen Zeit nach Lohsa.

Pfarrer August Schubert  ✝

August Schubert wurde am 15.2.1917 in Winsdorf geboren und am 20.7.1947 in Bamberg zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Nürnberg und Cottbus, von 1956 bis 1965 Pfarradministrator/Kuratialpfarrer in Stalinstadt/Eisenhüttenstadt in der Pfarrei Hl. Kreuz, von 1965 bis 1976 Pfarrer in Hoyerswerda, von 1976 bis 1983 Pfarrer in Neuzelle. Seit 1983 verbrachte er seinen Ruhestand in Wittichenau.

Pfarrer Franz Wientzek feierte am 1. August sein Diamantenes Priesterjubiläum.

Im August wurden Spenden für die Hochwassergeschädigten in Oberschlesien gesammelt.

Am 7. September fand die traditionelle Bistumswallfahrt nach Neuzelle statt, eine Woche danach, am 14. September die Gemeindewallfahrt nach Rosenthal.

Am 5. Oktober verstarb Pfarrer August Schubert. Er wurde am 9. Oktober nach dem Pontifikalrequiem mit Bischof Müller in Wittichenau beerdigt.

Pfarrer Gregor flog vom 14. bis 21. Oktober mit Wittichenauer Pilgern nach Israel.

Bischof Müller spendete am 26. Oktober das Sakrament der Firmung.

Norbert Lortz aus der Gemeinde Hoyerswerda begann am 27. Oktober in Wittichenau sein Gemeinde- und
Schulpraktikum. Es sollte bis Ostern 1998 dauern.

Pfarrer Norbert Weber  ✝

Norbert Weber wurde am 20.3.1926 in Glatz geboren und am 20.12.1953 in Neuzelle zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Niesky und von 1958 bis 1963 in Wittichenau. Anschließend wurde er Kuratus in Schwarzheide, Pfarradministrator Ruhland und Schwarzheide und von 1972 bis 1997 Pfarrer in Senftenberg.

Pfarrer Norbert Weber verstarb am 16. November. Das Requiem und die Beerdigung waren am 22. November in Senftenberg.

Am 23. November wurde die Sanierung der Alten Schule abgeschlossen. Für die erbrachte Eigenleistung war die Gemeinde am 25. November zu einem Dankeschönabend eingeladen.

Bratrowstwo feierte am 3. Dezember sein 100-jähriges Bestehen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarrgemeinde besuchten am 27. Dezember die Oper "Fidelio" in Cottbus.

1998

Pfarrer Bockisch hielt wieder die Büttenpredigt am 22. Februar.

Prälat Carl Hauser  ✝

Carl Hauser wurde am 25.12.1897 in Kanth geboren und 1923 in Breslau zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Zobten und Neuzelle, Administrator in Hermsdorf, Kaplan in Neustadt, Pfarrer in Kleinröhrsdorf, Lokalist in Mengelsdorf und von 1950 bis 1987 Pfarradministrator in Jauernick. Danach ging er in Jauernick in den Ruhestand.

Am 1. März starb im 101. Lebensjahr und 75. Weihejahr Prälat Carl Hauser in Jauernick.

Michael Kretschmer, Siegfried Henning, Thomas Künze und Peter Scholze wurden am 1. März zu neuen Diakonatshelfern ernannt.
Am 1. März wurde außerdem Generalvikar Hubertus Zomack zum Domkapitular ernannt.

Die erste deutsche Fastenpredigt hielt am 1. März Pfarrer Seewald.

Vom 28. auf den 29. März fand eine Nachtanbetung der Jugend statt.

Am 29. März wählte die Kolpingsfamilie einen neuen Vorstand. Neuer Vorsitzender wurde Alfred Mänzel, neuer Präses Pfarrer Bockisch.

Am 17. Mai wurde vermeldet: "Mit Wirkung zum 1. August hat unser Bischof den bisherigen Pfarrer von Neuzelle Johannes Magiera zum Seelsorger mit besonderen Aufgaben in unserer Gemeinde ernannt."

Die Erstkommunion empfingen am 25. Mai 49 deutsche und 9 sorbische Kinder.

Vom 6. bis 7. Juni fand die Jugendwallfahrt nach Neuzelle statt. Sie wurde in Guben eröffnet.

Der 93. Deutsche Katholikentag wurde vom 10. bis 14. Juni in Mainz veranstaltet.

Am 21. Juni wurde ein Ökumenischer Vespergottesdienst anlässlich der Stiftung des Klosters Marienstern vor 750 Jahren gefeiert.

Bischof Bernhard Huhn feierte am 4. Juli um 14:00 Uhr einen Gottesdienst anlässlich der Weihe der Kapelle in Kotten vor 25 Jahren.

Am 4. Juli begannen die Gottesdienste nach der Sommerordnung. Danach wurden bis Ende August jeweils samstags um 19 Uhr Vorabendmessen in Groß Särchen gefeiert.

33 ehemalige Erzieherinnen des Kinderhauses "Jakubetz-Stift" trafen sich am 4. Juli mit den 10 gegenwärtigen.

Vom 10. bis 12. Juli fand wieder die Diözesankinderwallfahrt nach Rosenthal statt.

Am 12. Juli wurde im Adalbert-Stift eine musikalische Vesper gefeiert.

Am 1. August trat Norbert Christoph sein Amt als neuer Kaplan von Wittichenau an.

Pfarrer Morawietz feierte am 8. August mit der Gemeinde seinen 70. Geburtstag nach. Die Feier begann mit einer Dankandacht um 14:30 Uhr.

Der ehemalige Pfarrer von Neuzelle, Johannes Magiera, begann am 1. September seinen Dienst als Seelsorger in Wittichenau. Er bezog eine Wohnung in der Hoyerswerdaer Straße, in der ehemaligen Gaststätte "Weintraube".

Am 6. September war die Bistumswallfahrt nach Neuzelle.

Der Elternkreis wallfahrte am 15. September nach Grüssau

Günter Särchen erhielt am 16. September den Deutsch-Polnischen Preis für sein Lebenswerk. Seine Heimatstadt Wittichenau verlieh ihm die Ehrenbürgerwürde.

Auf Bitten von Pater Ubald fand die Gemeindewallfahrt nach Rosenthal in diesem Jahr erst am 20. September statt.

Norbert Lortz wurde am 26. September in Hoyerswerda zum Diakon geweiht. Lortz hatte 1997/98 sein Gemeindepraktikum in Wittichenau absolviert.

Am 27. September begannen Bauarbeiten in der Pfarrkirche. Alle Werktagsmessen fanden fortan in der Kreuzkirche statt. Zuerst wurde die Orgel eingepackt, die Figuren sichergestellt und Rüstarbeiten vorgenommen. Anschließend begann die Innenrenovierung, bei der die gotischen Netzgewälbe einen frischen Anstrich erhielten. Jeweils am Sonnabend musste die Kirche soweit gereinigt werden, dass die Sonntagsgottesdienste gefeiert werden konnten.

Dr. Ruth Pfau hält am 6. Oktober einen Vortrag in der Kreuzkirche – Thema: "Verrückter kann man gar nicht leben – als Ordensfrau und Ärztin in einem islamischen Land".

Am 11. Oktober wurde Theresia Benedicta vom Kreuz  – mit bürgerlichen Namen Edith Stein – heilig gesprochen.

Zum Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen zum 750-jährigen Stadtrecht für Wittichenau feierte die Gemeinde am 25. Oktober ein deutsch-sorbisches Pontifikalamt in der Turnhalle. Im Rahmen der Feirlichkeiten wurde auch die für die 1. Sächsische Landesausstellung restaurierte Salvatorfigur gesegnet, bevor sie wieder ihren alten Platz am Südportal einnahm.

Am Christkönigsfest, dem 22. November, wurden die Renovierungsarbeiten in der Pfarrkirche abgeschlossen. Seitdem fanden die Werktagsmessen wieder in der Pfarrkirche statt.

Abt Stephan Schröer spendet am 1. Adventssonntag, dem 29. November, im Auftrag von Bischof Müller 75 Jugendlichen die Firmung.

1999

Am 3. Januar verstarb Pater Cyrill Kindermann. Er wurde am 7. Januar beerdigt. Cyrill Kindermann wurde am 29.12.1934 geboren und 1960 zum Priester geweiht. 1967 trat wurde er Ordensbruder.

Pfarrer Alfred Franke  ✝

Alfred Franke wurde am 14.6.1925 in Breslau geboren und am 20.4.1952 in Neuzelle zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Weißwasser,
Görlitz St. Jakobus, Rektor des Katechetinnenseminars in Cottbus, Pfarradministrator in Schwerin, Mitarbeiter im Erzbischöflichen Amt,
Pfarradministrator in Gröditsch und seit 1969 Pfarrer in Lübben.

Am 31. Januar verstarb Pfarrer Alfred Franke. Er wurde am 5. Februar in Lübben begraben.

Am 11. Februar verstarb der Vater von Pfarrer Bockisch. Alfons Bockisch wurde am 16. Februar in Seifhennersdorf beerdigt. Am 18. Februar feierte auch die Wittichenauer Gemeinde ein Requiem für ihn.

Deutsche und sorbische Erstkommunionkinder pflanzten am 16. Mai eine Blutbuche vor dem Südeingang der Pfarrkirche.

Priesterweihe von Diakon Norbert Lortz wurde am 22. Mai in der Bischofskirche in Görlitz zum Priester geweiht.

50 Jugendliche unserer Gemeinde unternahmen vom 21. bis 24. Mai eine Fahrt in die Abtei Königsmünster.

Der Konventsausflug der Priester des Senftenberger Dekanats führte am 16. Mai nach Jena zu Pfarrer Schneider, der seit einem Jahr dort wohnte.

Diakon Achim Dittrich, ein Sohn von Georg Dittrich (Elternhaus Hoskerstr. 8), wurde am 19. Juni in Speyer zum Priester geweiht. Der Neupriester kam zum Hochfest Peter und Paul nach Wittichenau.

Vom 16. bis 17. Juli fand die alljährliche Kinderwallfahrt der Diözese in Wittichenau statt.

Pfarrer Franz Wientzek  ✝

Franz Wientzek wurde am 18.11.1911 in Breslau geboren und am 1.8.1937 in Breslau zum Priester geweiht. Er war anschließend Bonifatiusvikar in Gleiwitz, später Kaplan in Hindenburg St. Josef, in Sternberg, in Steinau, Lokalkaplan in Schleise, Kaplan in Beeskow und in Wittichenau, Kuratus in Brigittenhof-Pumpe. Von 1955 bis 1987 war Wientzek Kuratialpfarrer in Schwarze Pumpe und 1987 Krankenhausseelsorger in Wittichenau. Seit 1993 war er im Ruhestand.

Am 11. August verstarb Pfarrer Franz Wientzek. Er wurde am 16. August auf dem Wittichenauer Friedhof beigesetzt. Das Requiem hielt Bischof Rudolf Müller.

Am 5. September pilgerten Gemeindemitglieder mit Pfarrer Magiera zur Bistumswallfahrt nach Neuzelle und am 12. September machten sich die Wittichenauer zur Gemeindewallfahrt nach Rosenthal auf.

Am 23. Oktober fand der diözesane Ministrantentag in Wittichenau statt. Dabei hielt Bischof Huhn ein Pontifikalamt.

Auf dem Konvent am 10. November wird Pfarrer Magiera zum Dekan für das Dekanat Senftenberg gewählt.

Bischof Rudolf Müller spendete am 21. November 72 jungen christen das Sakrament der Firmung.

Am 28. November waren die Senioren der Gemeinde zum Adventsnachmittag nach Sollschwitz eingeladen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarrgemeinde unternahmen am 16. Dezember einen Ausflug ins Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen.

Küster Mikwauschk beging am 28. Dezember seinen 60. Geburtstag.
 

2000

Am 2. Januar wurde in der Pfarrkirche eine musikalische Weihnachtsvesper gestaltet.

Am 9. Januar zogen ab 13:00 Uhr die Sternsinger durch die Straßen des kleinen und des großen Prozessionsweges, sowie durch Keula und über die Saalauer Straße ins Neubauviertel. Sie sammelten 6.330 DM.

Herr Robel aus Schmerlitz berichtet am 23. Januar beim Kolpingfamilienkreis über seine Fußwallfahrt nach Rom.

Pfarrer Viktor Buhl  ✝

Viktor Buhl wurde am 17.7.1909 in Oppeln geboren und am 29.1.1933 in Breslau zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Oppeln, in Heydebreck und in Friedland. Von 1940 bis 1945 war er bei der Wehrmacht. Anschließend wieder Kaplan in der Leipziger Propstei, danach von 1947 bis 1985 Kuratus/Kuratialpfarrer in Neuhausen, bevor er dort seinen Ruhestand antrat.

Am 1. Februar verstarb Pfarrer Viktor Buhl in Neuhausen.

Am 2. Februar wird ein neues Einwohneramt für Wittichenau auf dem Ticinplatz eröffnet.

Am 5. März verstarb Ingrid Winzer unsere Gemeindereferentin, im Alter von 48 Jahren. Sie wurde am 9. März beerdigt.

Die Fastenpredigten hielten der langjährige Regens in Erfurt, Dr. Dittrich, und Prof. Dr. Albert Franz von der Technischen Universität Dresden.

Am 26. März wählt die Gemeinde neue Vertreter für Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat.

Zur Erstkommunion am 4. Juni gehen 11 sorbische und 41 deutsche Kinder.

Diakon Matthias Grzelka aus Spremberg empfängt am 10. Juni die Priesterweihe.
Bernhard Matko aus Hoyerswerda und Norbert Polossek aus Niesky empfangen am 12. Juni die Diakonatsweihe.

An der Kinderwallfahrt am 12. Juli nach Görlitz beteiligten sich 90 Kinder und 10 Erwachsene. Kerstin Scholze bereitete mit anderen Eltern und Kaplan Norbert Christoph die Wallfahrt vor. Die Kinder fuhren mit dem Bus nach Jauernick und von dort liefen sie zu Fuß nach Görlitz. Anlass, in diesem Jahr nach Görlitz zu wallfahren, war die 100 Jahrfeier der Weihe der Jakobuskirche.

Thomas Lamm nahm am 1. August seine Tätigkeit als Gemeindereferent auf. Er bezog seine Wohnung in der ehemaligen Caritassozialstation (unter dem Sebastiansaal).

Ein 75 kg schwere Glocke wurde am 1. August von Pfarrer Bockisch und Kaplan Jakubasch für die Kapelle in Dubring geweiht. Bischof Rudolf Müller läutete sie am 23. September ein.

Am 3. September fand die Diözesanwallfahrt nach Neuzelle statt, am 10. September die deutsche Wallfahrt nach Rosenthal.

Am 25. September wurde die Ortsumgehungsstraße S 95 für den Verkehr freigegeben und durch Pfarrer Bockisch gesegnet.

In der Görlitzer Kathedrale fand am 8. Oktober ein Pontifikalamt anlässlich 100 Jahre Kirchweihe der Jakobuskirche statt.

Am 29. September wurden Baumaßnahmen im "Jakubetz-Stift" angekündigt. Die Kollekte am Kirchweihfest wurde für die Baumaßnahme erbeten.

Am 16. Oktober versandte unsere Gemeinde Hilfspakete nach St. Petersburg.

Für Schüler der künftigen 6. bis 8. Klasse wurden vom 24. bis 28. Oktober die Religiösen Kinderwochen gestaltet.

Am 26. November weihte der Bischof von Dresden-Meißen das Milleniumsdenkmal Cyrill und Methodius in der Nähe von Schmochtitz ein.
Am selben Tag spendete Bischof Rudolf Müller 75 Jugendlichen unserer Gemeinde das Sakrament der Firmung.

Am 10. Dezember gestalteten die Kapellknaben ein geistliches Adventskonzert in der Pfarrkirche.

60 Sternsinger fuhren am 27. Dezember zur Aussendungsfeier durch unseren Bischof nach Neuzelle.

2001

Am 16. Januar lud Gemeindereferent Thomas Lamm zum Bibelteilen in den Sebastiansaal ein, darauf folgten weitere Treffen am 14. Februar, am  13. März, am 3. April und am 13. Mai.

Am 13. Februar verstarb der Apostolischer Protonotar und Domkapitular Josef Weisbender.

Die Fastenpredigten hielten:

  • am 4. März: Pfarrer Bockisch
  • am 11. März: Jesuitenpater Haas aus Dresden
  • am 18. März: Pater Reinald
  • am 25. März: Domkapitular Dr. Dittrich
  • am 1. April: nochmals Domkapitular Dr. Dittrich
  • am 8. April: Dominikanerpater Jordan aus Leipzig

Pfarrer Hartmut Kania  ✝

Hartmut Kania wurde am 26.5.1942 in Braunsberg geboren und am 26.6.1966 in Neuzelle zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Hoyerswerda, in Finsterwalde, in Senftenberg und Cottbus. 1978 wurde er Administrator/Kuratialpfarrer in Schwarzheide, von 1978 bis 1991 Administrator in Klettwitz und Ruhland. 1991 wurde er für die Seelsorge in St. Petersburg freigestellt.

Am 17. März verstarb Pfarrer Hartmut Kania – Pfarrer der Herz-Jesu-Kirche in St. Petersburg und Caritasdirektor für Gesamtrussland. Requiem und Beerdigung waren am 26. März in Teltow.

Zum Osterfest verkündeten am 15. April 440 Kreuzreiter trotz Schnee und Regen die Botschaft der Auferstehung Christi.

Vom 17. bis 20. April unternahmen die Ministranten ihre gemeinsame Fahrt nach Schmiedeberg.

Am 20. Mai gingen 12 sorbische und 37 deutsche Kinder zur Erstkommunion.

Pfarrer Johannes Magiera feierte am 29. Juni mit der Gemeinde und den Priestern die 40. Wiederkehr seines Priesterweihetages. Da Kantor Klatte im Urlaub war, spielte Pfarrer Bockisch erstmals die Orgel – er sagte: "Das war das letzte Mal."

Am 8. Juli wurde eine musikalische Vesper in der Pfarrkirche zelebriert.

Am 8. August verstarb Prälat Georg Hanke, der Dompfarrer von Bautzen im Alter von 63 Jahren.

Ab dem 13. August traf sich die Vorjugend (6. bis 8. Schuljahr) wöchentlich von 18 bis 20 Uhr in der Alten Schule.

Am 26. August wurde Kaplan Benno Jakubasch verabschiedet. Er ging als Pfarrvikar nach Panschwitz-Kuckau. An seine Stelle kam Kaplan Peter Krahl nach Wittichenau.

Am 2. September findet die alljährliche Bistumswallfahrt nach Neuzelle statt.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Sauerorgel findet in der Pfarrkirche am 23. September ein Orgelkonzert statt. An der Orgel spielt Domorganist Hans Jürgen Scholze aus Dresden.

Am 3. Oktober feiern die Franziskanerinnen aus Reute das Franziskusfest in Hoyerswerda. Seit 10 Jahren hatten sie nun in Hoyerswerda gewirkt.

Neupriester Roland Elsner hielt am 7. Oktober um 18:00 Uhr die Heilige Messe und spendete anschließend den Primizsegen.

Am 25. November spendete Bischof Rudolf Müller 78 Firmlingen die Firmung.

In unserem Kinderhaus "Jakubetz-Stift" wird am 26. Oktober der Hort eingeweiht.

In Groß Särchen wurde am 28. Oktober Pastor Neß verabschiedet.

Im November weilt Pfarrer Bockisch zu einem Krankenhausaufenthalt im Malteserkrankenhaus in Kamenz, anschließend begibt er sich zu einer Reha nach Kreischa.

Gruppen, die sich regelmäßig im Jahr trafen:

Berufstätigenkreis, Bibelkreis, Bratrowstwo, Caritashelfer, Chöre, Elternkreis, Initiativgruppe Christliche Eltern, Jugend, Kindertreff, Kolpingsfamilie, Kolpingschwestern, Kreis Junger Erwachsener, Ministranten, Mütterkreis, Ökumenisches Friedensgebet und Vorjugend

2002

Am 6. Januar waren 68 Sternsinger in 13 Gruppen unterwegs und versuchten mit ihren Segenswünschen alle Straßen und Häuser der Stadt und in Keula zu erreichen. Auch auf den Dörfern waren Sternsinger unterwegs. Die Aktion erbrachte  5.816 € Spenden.

Am 11. Januar wurde der frühere Pfarrer von Ralbitz Monsignore Georg Scholze in Ralbitz begraben. Er war am 7. Januar im Alter von 93 Jahren verstorben. Im Jahr 2000 hatte er sein Eisernes Priesterjubiläum feiern können.

Ab dem 27. Januar wohnte Kaplan Peter Krahl wieder in der Kaplanei. Er hatte während der Renovierungsarbeiten in der Gästewohnung des Pfarrhauses gewohnt.

Die Fastenpredigten hielten:

  • am 1. Fastensonntag, dem 17. Februar: Pfarrer Wolfgang Křesák
  • am 2. Fastensonntag, dem 24. Februar: Pater Ubald
  • am 3. Fastensonntag, dem 3. März:  Pfarrer Bockisch
  • am 4. Fastensonntag, dem 10. März: Pfarrer Kuschnik

Am 4. April öffnete der neue Nettomarkt an der Kamenzer Straße.

Am 24. April begann der Firmunterricht.

Die Sollschwitzer Elsterbrücke wurde am 25. April durch Kaplan Peter Krahl dem Hl. Markus geweiht.

Sechs sorbische und 19 deutsche Kinder empfingen am 12. Mai die erste heilige Kommunion.

Jugendliche fuhren vom 17. bis 20. Mai zu einer Begegnung nach Meschede.

Pfarrer Magiera wurde für die Zeit der Erkrankung von Pfarrer Bockisch am 1. Juni zum Pfarradministrator ernannt.

Vom 21. bis 22. Juni kamen wieder die Kinder der Diözese zur alljährlichen Wallfahrt nach Rosenthal zusammen.

Am 31. Juli wurde Kaplan Christoph von seinem Amt als Kaplan von Wittichenau entpflichtet. Am 1. August trat Kaplan Grzelka seine Nachfolge an.

Am 18. August feierte die Wittichenauer ihr Gemeindefest.

Im August erfolgte ein Aufruf zur Hilfe für die Hochwasseropfer in Sachsen.

Am 1. September fand wie üblich die Diözesanwallfahrt nach Neuzelle statt.

Seit 5. September wohnte Pfarrer Günter Schoppa bei uns im St. Adalbert-Stift.

Am 8. September wallfahrten deutsche Gemeindemitglieder wieder nach Rosenthal.

Thomas Lamm wurde am 22. September durch den Bischof als Gemeindereferent in Senftenberg gesendet.

Pfarrer Günter Schoppa  ✝

Günter Schoppa wurde am 26.11.1914 in Peiskretscham geboren und am 24.3.1946 in Breslau zum Priester geweiht. Anschließend war er Kaplan in Finsterwalde, von 1952 bis 1954 Kuratus in Sallgast, von 1954-1991 Kuratialpfarrer in Saalgast. 1991 trat er seinen Ruhestand in Saalgast an. Ab 2002 wohnte er in Wittichenau.

Am 8. Oktober verstarb Pfarrer Günter Schoppa. Requiem und Beerdigung waren am 12. Oktober

Alt-Abt Stefan Schröer spendete am 17. November 74 Firmlingen die Heilige Firmung.

Am 23. November gab Pfarrer Bockisch den Mitgliedern von Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und den Mitarbeitern der Gemeinde seinen Verzicht auf die Pfarrei zum 31. Dezember bekannt.

Am 8. Dezember wurde bekannt, dass der Bischof Pfarrer Thomas Thielscher gebeten hat, die Pfarrei Wittichenau zu übernehmen. Pfarrer Thielscher erklärte dazu sein Einverständnis sollte im Januar 2003 in die Kaplanei ziehen und am 2. Februar 2003 in sein Amt eingeführt werden.

Der Bischof verlieh außerdem am 17. Dezember Kuratus Krahl den persönlichen Titel Pfarrer. Pfarrer Krahls hiesige Tätigkeit sollte am 28. Februar 2003 enden.

Am 29. Dezember wurde Pfarrer Christoph Bockisch aus seinem Amt als Pfarrer von Wittichenau verabschiedet.

2003

Im Januar war Pfarrer Magiera noch Pfarradministrator. Pfarrer Thielscher sollte eine Übergangszeit haben, um Ort und Umgebung kennen zu lernen und in Ruhe seinen Umzug zu organisieren. Er konnte zunächst in die 1. Etage der Kaplanei einziehen, deren Renovierung wie bauliche Rekonstruktion 2002 erfolgt war.

Die Häuserweihen nahmen zunächst Pfarrer Peter Krahl, Pfarrer Magiera und Pfarrer Morawietz vor. Pfarrer Thielscher beteiligte sich ab 4. Februar mit einem etwas kleineren Anteil.

Pfarrer Bockisch zog in die 2. Etage der Badergasse 1, wie es ihm Pfarrer Morawietz empfohlen hatte.

Am 25. Januar beging Pfarrer Peter Krahl seinen 40. Geburtstag.

Am 2. Februar erfolgte die Einführung von Pfarrer Thomas Thielscher als neuer Wittichenauer Pfarrer im Hochamt um 10:00 Uhr nachdem er auch in der sorbischen Messe um 8:30 Uhr begrüßt worden war. Pfarrer Magiera verlas als Dekan die Ernennungsurkunde und übergab die Leitung der Eucharistie anschließend dem neuen Pfarrer. In dieser Messe erhielten die Erstkommunionkinder ihre Kerze und zogen mit dem Pfarrer in einer Prozession durch die Kirche.

In einer gemeinsamen Sitzung von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat konnte der neue Pfarrer den Gremien erstmals begegnen. Die Übergabe der Pfarrverwaltung unter Leitung von Generalvikar Zomack fand am 5. Februar statt. Die Schwierigkeit bestand dabei darin, dass dem Administrator selbst keine Übergabe gemacht worden war. Man wollte den kranken Pfarrer Bockisch schonen. Dieser hoffte, nach einer Übergangszeit, seine Aufgabe wieder übernehmen zu können.

Pfarrer Bockisch vollendete am 19. Februar sein 60. Lebensjahr. Den Geburtstag konnte er im Kreis von vielen Gemeindemitgliedern, Mitbrüdern und Verwandten und Freunden im Sebastiansaal feiern.

Am 23. Februar wurde Kaplan Grzelka zum neuen Präses der Kolpingsfamilie gewählt. Der Pfarrer richtete ein Grußwort an die Versammlung.

In der Kreuzkirche fand angesichts des drohenden Irakkrieges ein Friedensgebet statt, dem sich eine Lichterprozession zum Markt anschloss.

Pfarrer Peter Krahl wurde am 2. März nach Lübben verabschiedet, wo er am 1. April die Leitung der dortigen katholischen Pfarrei übernahm.

Der Pfarrer besprach sich mit den sorbischen Priestern, wie die sorbische Seelsorge weitergeführt werden sollte. Vorübergehend wurden die sorbischen Gottesdienste durch Vertretungen der sorbischen Nachbarn gehalten, während von Wittichenau aus Vertretungen besonders auch in Marienstern und andere Gottesdienste in deutscher Sprache in den Nachbarpfarreien übernommen wurden.

Zum Jahr der Bibel wurden die Fastenpredigten von Pfarrer Magiera gehalten. Sie waren an die alttestamentlichen Bücher (1 Kg und 2 Kg und 1 Chr), die die Wittichenauer Gemeinde für die Bistumsbibel abzuschreiben hatte angelehnt.

In der Zeit ohne eigenen sorbischen Seelsorger war besonders die Fortsetzung des Beicht- und Kommunionunterrichtes dringlich. Der Kaplan der Pfarrei Crostwitz übernahm diese Aufgabe.

Der Pfarrer äußerte Sorgen zur Finanzsituation der Pfarrgemeinde. Er kritisierte den unzureichenden Aufbau von Rücklagen. Aufgrund der angespannten Situation konnte aus seiner Sicht der große Personalbestand der Pfarrei nicht aufrecht erhalten werden.
Der langjährige Küster Herr Mikwauschk erkrankte schwer und konnte seine Aufgabe nicht wieder übernehmen. Diese Stelle sollte fortan auch nicht mehr besetzt werden. Der Organist und Chorleiter André Klatte bewarb sich auswärts und gab seinen Dienst in Wittichenau auf. Die Rendantin Frau Zschornak gab ihre Tätigkeit ebenfalls auf, da sie das Rentenalter erreicht hatte. Die dadurch zusätzlich zu bewältigenden Aufgaben waren durch die Pfarrsekretärin Frau Schenker nicht allein zu schaffen.

Ehrenamtliche Küster, die diesen Dienst bisher schon versahen und weitere Männer, die diese Aufgabe zu übernehmen bereit waren, trafen sich zum Gespräch. Thomas Wels und Christoph Brückner zogen sich von dieser Aufgabe zurück.

Eine Gruppe von 80 Personen aus der Pfarrei Finsterwalde besuchte Wittichenau und betete am Grab von Pfarrer Schoppa

Außerdem besuchte Herzog Franz von Bayern mit weiteren bayrischen Adligen die Stadt Wittichenau und auch unsere Pfarrkirche.

Gemeindereferent Thomas Lamm wurde nach Jahren seiner hiesigen Tätigkeit nach Senftenberg versetzt. An seine Stelle trat Christina Kral, die zuvor an mit Pfarrer Thielscher in der Gemeinde von Finsterwalde gearbeitet hatte.

Der Pfarrer rief zu einer Aktion auf: Männer für die Kirche. Über 20 Männer folgten diesem Aufruf und kamen in der Folgezeit regelmäßig zu ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen auf dem Pfarrgelände zusammen.

In Saalau wurde im Hinblick auf die 50-Jahrfeier die Sanierung der Kapelle vorbereitet.

Am 1. Juni gingen 42 Kinder unserer Gemeinde zur Ersten Heiligen Kommunion.

Während in den ersten Monaten des Jahres vor allem die Erneuerung des Kirchendaches als Ziel von Sammlungen, Spenden und Kollekten galt, kamen im Juni die Sanierung des Pfarrhauses, Arbeiten am Kinderhaus und die Abschlussarbeiten am Vitzkyschen Denkmal zur Sprache.

Am 26. Juni beging der Pfarrer sein Silbernes Priesterjubiläum. Gefeiert wurde in einem großen Zelt neben der Alten Schule. Am eigentlichen Weihetag, dem 24. Juni, nahmen die Wittichenauer Priester am Silberjubiläum von Pfarrer Rehor in Crostwitz teil.

Pfarrer Thielscher wurde die Administration der Pfarrkuratie Lauta übertragen. Da nun sonntäglich eine Messe in Lauta zu gestalten war, wurden die Gottesdienste in Groß Särchen gestrichen.

Bevor der Gemeindereferent Thomas Lamm nach Senftenberg umzog, hielt er in Wittichenau noch die beiden Religiösen Kinderwochen.

Am 25. Juli verstarb der frühere Kaplan unserer Gemeinde Hubert Seewald kurz nach seinem Silbernen Priesterjubiläum. Er war hier Kaplan von 1982 bis 1987.  Zuvor war er Kaplan in Guben und in Lübben. Nach seiner Versetzung von Wittichenau zum Kaplan in Görlitz St. Jakobus war er von 1988 bis 2001 Pfarrer in Weißwasser und schließlich seit 2001 Pfarrer in Görlitz Heilig Kreuz.
Er fand auf unserem Friedhof seine letzte Ruhestätte. Zum Requiem kamen Bischof Rudolf Müller und Bischof Bernhard Huhn. Der Generalvikar hielt die Predigt und leitete die Beerdigung zu der eine große Zahl von Priestern kam und an der sich die hiesige Gemeinde, wie auch die Gemeinden, denen der Verstorbene als Pfarrer gedient hatte, beteiligten.

Die Werktagsmessen wurden fortan seltener gehalten, besonders in der Ferienzeit wurde die Gottesdienstordnung ausgedünnt.

Im August nahm der sorbische Jugendseelsorger im Nachbarbistum Pfarrer Měrćin Deleńk seine hiesige Tätigkeit auf. Er steht unserer Pfarrei nur zu 50 % zur Verfügung. Er führt den Titel Pfarrer von seiner Funktion im Bistum Dresden-Meißen. Zur gleichen Zeit begann Christina Kral ihren Dienst als Gemeindereferentin. In diesem Monat verabschiedete sich Kantor André Klatte. Er ging nach Straubing.

Am 2. September wurde dem Kirchenvorstand vom Pfarrer mitgeteilt, dass die große Monstranz in Regensburg restauriert wird. Außerdem wurde der gotische Johanneskopf restauriert und für eine Zeit als Leihgabe im Diözesanmuseum der Diözese München gezeigt.

Bei der Mitarbeiterversammlung kündigte der Pfarrer Kürzungen im Personalbestand an und gab den vom Kirchenvorstand beschlossenen Ausgaben- und Baustop bekannt.

Am 7. September beteiligten sich 80 Gemeindemitglieder an der Wallfahrt nach Neuzelle.

Der Baureferent des Bistums Herr Backhaus erarbeitet das Aufmaß des Pfarrhauses für die geplante Sanierung.

Am 19. September gab es mit den künftigen Firmlingen eine Fahrt ins Benediktinerkloster Wechselburg.

Mit den hauptamtlichen Mitarbeitern und Priestern unternahm der Pfarrer am 29. September einen Betriebsausflug ins Zittauer Gebirge.

Am 21. Oktober begann Marco Dutschke sein Gemeindepraktikum in Wittichenau.

Im Rosenkranzmonat wurde täglich der Rosenkranz gebetet. Der Pfarrer legte besonderen Wert darauf, dass der Rosenkranz meditativ gebetet
wird, ergänzt durch Schrifttexte, Gebet und Gesänge. Die bisherige Praxis des Rosenkranzgebetes fand bei ihm keine Zustimmung.

Eine Kirchenmusikerstelle wurde auf Beschluss des Kirchenvorstandes und mit Zustimmung des Ordinariates ausgeschrieben. Die Anstellung sollte zu 60 Prozent erfolgen.

Am 4. November konnte in einem feierlichen Gottesdienst die Saalauer Kapelle wieder in Dienst gestellt werden. Die Sanierung kam durch Unterstützung der Stadt, viele Spenden und viele Stunden Eigenleistungen zustande.

Die ehrenamtlichen Kirchenmusiker besprachen miteinander, wie es mit der Kirchenmusik weiter gehen soll.

Am 16. November spendete unser Bischof 55 Jugendlichen und 2 Erwachsenen die Heilige Firmung.

Am 22. November mussten zahlreiche Bäume zwischen Friedhofsmauer und Kamenzer Straße gefällt werden.

Am 1. Adventssonntag kamen die Senioren zu einem adventlichen Nachmittag in Sollschwitz zusammen. Kinder spielten die Nikolauslegende vom Kornwunder u.a.

Am 12. Dezember findet das zweite Vorbereitungstreffen der Sternsinger statt. 70 Kinder kamen dazu in die Alte Schule, weshalb weitere Kostüme genäht werden mussten.

Der Kapellenrat von Dörgenhausen trifft sich am 16. Dezember mit dem Pfarrer wegen der Sanierung der Kapelle im Hinblick auf die 50 Jahrfeier im Jahr 2004. Der Pfarrer bittet aufgrund der Finanzsituation der Gemeinde um eine Spendensammlung im Dorf.

Ab dem 19. Dezember übernahm Daniel Sobotta aus Großräschen die Orgeldienste in unserer Gemeinde.

Frank Kaschta erhielt am 21. Dezember vom Bischof seine Beauftragung als Diakonatshelfer.

In der Jahresschlussandacht musizierten Birgit Graf und Thomas Scholze.
 

2004

An der Sternsingeraktion am 4. Januar beteiligten sich über 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie konnten die im vorigen Jahr erreichte Spendensumme von 6.000 € um fast 1000 € übertreffen.

Am 7. Januar trafen sich mehrere Mütter, die in den folgenden Monaten in der Kinderseelsorge mithelfen, wie es bereits bei Gemeindereferent Thomas Lamm der Fall war.

Am 10. Januar fuhren die Sternsinger zur Dankfeier nach Spremberg.

Die Spenden bei der Häuserweihe waren für die Dachsanierung der Pfarrkirche bestimmt. Eine Ausnahme bildet Dörgenhausen, wo die Spenden für die eigene Kapelle bestimmt waren.

Im Schützenhaus findet am 16. Januar ein pfarrlicher Abschluss der Sternsingeraktion statt, eine Veranstaltung – die sich auch in den vergangenen Jahren der Beliebtheit erfreute.

30 Kinder von Kinderchor, Nikolaus- und Krippenspiel unternahmen am 24. Januar einen Ausflug.

Der Kirchenvorstand stimmte am 5. Februar den geplanten Baumaßnahmen am Pfarrhaus zu.

Über 60 Kinder feierten am 6. Februar Fasching im Bennosaal.

Am 8. Februar gab es in Wittichenau eine Gesprächsrunde der Kolpingfamilie mit dem Diözesanpräses Pfarrer Wolfgang Křesák.

Am 7. März prüfte die Heidenauer Glockenläute GmbH die Glockenanlage. Dabei erwies sich eine Reparatur für 1500 € als notwendig. Bisher hatte Thomas Wels die Glocken mit großem persönlichen Einsatz betreut.

Auf Kosten von Stiftspropst Schömann aus Landshut wurde die Kustodia in Regensburg restauriert.

Die Fastenpredigten hielt in diesem Jahr Pfarrer Schuppan aus Hoyerswerda. Die sorbischen Predigten wurden wie in den vergangenen Jahren von der Arbeitsgemeinschaft der sorbischen Priester übernommen.

Am 21. März wurden Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat neu gewählt.

Am 27. März fand ein gemeinsamer Nachmittag der Erstkommunionkinder mit einer Vorbereitung auf den zweiten Empfang des Bußsakramentes statt.

In Dörgenhausen fand am 31. März eine Baubesprechung an der Kapelle statt. Es ging um die Dachsanierung.

Am 1. April trafen sich 12 Männer zum Einsatz für der Kirche. Sie räumten das Pfarrhaus leer.

Am 2. April fuhren unsere Jugendlichen zum Dekanatsjugendkreuzweg nach Hoyerswerda.

Am Palmsonntag, dem 4. April, fand die Palmweihe am Missionskreuz statt. Bisher wurde diese vor der Alten Schule abgehalten. Vom Missionskreuz aus formierte sich die Prozession in die Kirche. In früheren Jahren hatten die Gemeindemitglieder in geringerer Zahl an der Prozession teilgenommen, weil man gewohnt war, zeitig in die Kirche zu gehen, um einen Sitzplatz zu bekommen. Mit der Abschwächung der Besucherzahl stellte sich das Problem nicht mehr.

Am Gründonnerstag, dem 8. April, wurden 12 Männer aus der Schar der Bauhelfer die Füße gewaschen. Der sorbische Chor sang zu dieser Messfeier. Karfreitag und in der Osternacht sang der deutsche Chor. Das lateinische Hochamt am 1. Osterfeiertag hielt der Generalvikar in Konzelebration. Dieses lateinische Hochamt, das an Stelle des sorbischen Hochamts die verschiedenen Sprachgruppen eint, gilt als Rest der früheren Praxis zur Zeit von Pfarrer Fuchs, als diese Lösung für alle hohen Feste im Jahr gewählt wurde.

Am Ostersonntagnachmittag gab Daniel Sobotta ein Orgelkonzert.

Mit dem Osterfest endete das Gemeindepraktikum von Marco Dutschke.

Am 15. April übernahm der Pfarrer als Repräsentant der Pfarrgemeinde die Kapelle von Saalau in das Eigentum der Katholischen Kirchengemeinde.

Am 20. April fand eine Sitzung von altem und neuem Pfarrgemeinderat statt.

Am 21. April übernahmen die Malteser das St. Carolus-Krankenhaus in Görlitz, damit war außerdem Übernahme des St. Adalbert-Stiftes in Wittichenau verbunden.

Ende April wurden die Pfeiler am Durchgang Kirchplatz – Badergasse wieder aufgerichtet. Da auch die Häuser rechts von diesem Durchgang neu gebaut werden sollten, war bisher die Wiederaufrichtung bisher nicht sinnvoll.

Am Samstag, den 15. Mai, gab es einen großen Arbeitseinsatz an der Kapelle in Dörgenhausen. Es wurde mit den Dachdeckerarbeiten begonnen.

Im sorbischen Hochamt musizierte am 15. Juni ein weißrussischer Mädchenchor der Kathedrale in Gomel. Im deutschen Hochamt sang der Ökumenische Chor von Senftenberg, dazu musizierten auch Kammerchor und Kammerorchester der Musikschule Oberspreewald. Die insgesamt 80 Musiker konnten sich nach dem Gottesdienst bei einem Imbiss stärken.

Am 23. Mai gingen 23 Kinder zum ersten Mal zur Heiligen Kommunion. Für Wittichenauer Verhältnisse ist das eine geringe Zahl.

Im Pfarrgemeinderat wurde am 25. Mai über den Umbau des Pfarrhauses informiert und über die geplante Gemeindemission durch die Hünfelder Oblaten 2006 gesprochen. Es werden auch die ehrenamtlichen Dienste für Verwaltung, Kirchenreinigung, Blumenschmuck, Küster und Grundstückspflege besprochen.

Die fleißigen „Männer der Bauhütte“ erfuhren am 27. Mai in einer erlebnisreichen Fahrt nach Dresden mit Besuch des Sächsischen Landtages, der Hofkirche und des Parks von Pillnitz, eine Anerkennung ihres Einsatzes.

Anläßlich des 300. Todesstages von Johannes Schadowitz – der Krabat genannt wird – wurde am 31. Mai in unserer Kirche beim Hochamt
ein Te Deum aufgeführt. Es musizierten die evangelischen Chöre von Groß Särchen und Wittichenau, der Oratorienchor von Hoyerswerda, Solisten, Streicher und Bläser. Die Leitung hatte der Komponist Kantor Leue aus Hoyerswerda. Ein Grußwort sprach Pfarrer Wust von der evangelischen Gemeinde Wittichenau. Johannes Schadowitz liegt in der Pfarrkirche begraben.

Am 4. Juni führte das Sorbische Nationalensemble das Requiem von Karl Kocor in unserer Kirche auf. Unser sorbischer Chor war daran beteiligt.

Am 18. und 19. Juni fand die jährliche Kinderwallfahrt des Bistums nach Rosenthal statt. In bewährter Gastfreundschaft wurden, wie schon seit vielen Jahren, 200 Quartiere zur Verfügung gestellt.

Am 29. Juni muss Pfarrer Christoph Bockisch seine Wohnung in Wittichenau aufgeben und in ein Pflegeheim nach Löbau gehen.

Bei einer Prüfung der Glockenanlage durch den Glockensachverständigen unseres Bistums wurde eine Glocke aus Sicherheitsgründen stillgelegt, weil ihre Aufhängung stark defekt sein sollte.

In einer Nebensakristei, die durch Einbau einer Trennwand über dem Nordeingang zur Kirche entsteht, werden die farbigen Gewänder der Mädchenschola gesondert aufbewahrt. In der eigentlichen Sakristei ist durch die Entfernung der großen Schränke zwar viel Platz entstanden, aber sehr wenig Gelegenheit Messgewänder unterzubringen. Ein großer Teil der Schränke nimmt die Ministrantenkleidung für eine größere Zahl von Ministranten auf.

Am 12. Juli begannen die Religiösen Kinderwochen, die von Christina Kral und Pfarrer Thielscher geleitet wurden. Täglich wurde mit den Kindern die Heilige Messe gefeiert. Der Ausflug führte in beiden Wochen nach Senftenberg. Für diese beiden deutschen RKW, wie auch für die sorbische, die Pfarrer Deleńk auf der Kuckauer Schanze durchführte, sowie für die in Lauta von Frau Lubner geleiteten Religiösen Kindertage wurde eine großzügige Förderung durch das Bonifatiuswerk gewährt.

Am 13. Juli wurde Frau Hanke verabschiedet. Sie war 45 Jahre in unserem Kinderhaus tätig.

Im Juli war Kaplan Grzelka eine Woche mit Jugendlichen in Liberec.

Günter Särchen  ✝

* 14. Dezember 1927 in Wittichenau; † 19. Juli 2004 in Hoyerswerda;
Günter Särchen war von Mai 1950 bis 1953 in Görlitz Diözesanjugendhelfer, dann bis März 1957 in Magdeburg. Anschließend begann er mit dem Aufbau einer katholischen Bildstelle und leitete die Arbeitsstelle für pastorale Hilfsmittel bis 1984. 1990 wurde Günter Särchen mit der Kommandeursstufe des Verdienstordens der Republik Polen geehrt, 1993 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande. 1998 erhielt er gemeinsam mit Jerzy Turowicz, dem langjährigen Chefredakteur des Tygodnik Powszechny, den Deutsch-Polnischen Preis, 2003 den Lothar-Kreyssig-Friedenspreis. Er war Ehrenbürger seiner Heimatstadt Wittichenau.

Am 24. Juli kam Bischof Leo Nowak aus Magdeburg, um das Requiem für Günter Särchen mit zahlreichen Priestern und vielen weiteren Gästen zu feiern.

Am 29. Juli erfolgt eine große Wartung und Stimmung der Orgel.

Am 4. August wurde Helga Mark begraben. Sie kümmerte sich  über lange Zeit in der Kirche um den Blumenschmuck.

Eine Vermessung der Pfarrkirche schafft die Grundlage für die anstehende Sanierung der Pfarrkirche.

50 Lourdespilger darunter Bischof Rudolf Müller werden am 7. August auf dem Markplatz verabschiedet.

Am 14. August wurde die kirchenaufsichtliche Genehmigung zur Rekonstruktion und zum Umbau des Pfarrhauses, sowie der Kooperatur (früher auch alte Kooperatur genannt, d.h. altes Kaplanshaus) erteilt. Vorausgegangen waren viele Arbeitseinsätze zur Beräumung des Hauses und zum, Aufnehmen der Fußböden, um die Grundmauern zu isolieren.

Unser Patronatsfest fiel in diesem Jahr auf den Sonntag. Deshalb waren etwa doppelt soviele Teilnehmer zur Andacht und anschließenden Prozession durch die Stadt gekommen. Eingeladen waren besonders die sorbischen Priester aus der Gegend zur Mitfeier. Domkapitular Salowski hielt die Predigt. Anschließend waren die Priester zum Kaffee beim Pfarrer eingeladen.

Einen ähnlichen Ausflug wie mit den Männern, machte der Pfarrer mit den ehrenamtlich tätigen Frauen am 19. August nach Dresden.

Unter der Leitung von Herrn Keschke aus Bautzen probte der Kirchenchor am 23. August erstmals wieder.

Dieter Jäkel, unser Hausmeister im Kinderhaus beendete am 25. August seine befristete Tätigkeit. Er war vor zwei Jahren mit einer hohen Stützung durch den Landkreis eingestellt worden. Aus einer großen Zahl von Bewerbern war er damals jüngeren Arbeitssuchenden vorgezogen worden. Jüngere hätten zwei weitere Jahre ohne Unterstützung des Landkreises weiterbeschäftigt werden müssen.

Die 13 ehrenamtlichen Küster und die 11 Diakonatshelfer kamen am 27. August zur Heiligen Messe nach Dubring und kehrten danach im Landgasthof „Dubringer Moor“ ein.

Ab 1. September gibt es im Bistum nur noch drei Dekanate. Wir gehören zum sächsischen Anteil unserer Diözese, zum Dekanat Görlitz-Wittichenau. Bei dieser Gelegenheit werden auch drei Orte der Gemeinde Lauta zu Senftenberg geschlagen, damit Dekanatsgrenzen und erst recht Pfarrgrenzen mit den Landesgrenzen übereinstimmen.

Am 1. September begann Martin Kliemank seinen Zivildienst im Bereich von Kirche und Kinderhaus.

Kardinal Pujats, der Erzbischof von Riga, besuchte am 3. September unsere Gemeinde. Er feierte in Konzelebration mit den hiesigen Priestern ein Pontifikalamt. Im Anschluss fand ein Empfang im Sebastiansaal statt.

Nach Neuzelle fuhr ein Bus mit 50 Gemeindemitgliedern zur Bistumswallfahrt. Die Wallfahrt am Sonntag darauf nach Rosenthal begleitete in diesem Jahr Kaplan Grzelka.

Der Pfarrer unternahm am 22. September mit acht Schwestern eine kleine Wallfahrt nach Phillipsdorf. Auf dem Rückweg besuchten sie die Kapelle in Schmochtitz.

Marco Dutschke empfing am 23. September in Spremberg die Diakonatsweihe. Dort hatte er sein zweites Gemeindepraktikum absolviert.

Peter Hartmann beendet am 30. September seine Tätigkeit als Friedhofsarbeiter. Seine Nachfolge tritt nach Auswahl einer größeren Bewerberzahl, Johannes Mroß an.

Am Rosenkranzsonntag, dem 3. Oktober, wallfahrten wie jedes Jahr Ralbitzer nach Wittichenau.

Der Vertrag über die Modernisierung und Instandsetzungsmaßnahmen am Katholischen Pfarrhaus Wittichenau wurde am 6. Oktober geschlossen.

Für die Verlegung einer neuen Erdgasleitung und einer neuen Wasserleitung war am 9. Oktober ein besonderer Schachteinsatz erforderlich.

Am Kirchweihfest, dem 10. Oktober, singen die Chöre unter Leitung von Herrn Keschke bei den beiden Hochämtern. Das sorbische Hochamt wird vom MDR übertragen. Bei der Andacht predigt der Stiftspropst von Landshut, Bernhard Schömann.

Der Kinderchor fuhr mit Frau Kral nach Klettwitz, Kaplan Grzelka mit den Ministranten nach Zinnowitz. Die Firmbewerber fuhren mit Kaplan Grzelka nach Wechselburg.
 

2005

Die diesjährigen Spenden bei den Häuserweihen waren für das Weltjugendtreffen bestimmt. Eine Ausnahme bildete Dörgenhausen. Die dortigen Katholiken spendeten nochmals für ihre Kapelle.

Die Sternsinger sammelten 9644 €. In vielen Gruppen waren 100 Kinder unterwegs.

Am 9. Januar wurde für die Opfer des Tsunamis vom 26. Dezember 2004 im Indischen Ozean ein Benefizkonzert gestaltet. Es wirkten der Kolpingchor, ein Frauenchor, musica viva, der sorbische Männerchor, die Vokalgruppe Kontrapunkt und der ökumenische Posaunenchor mit. Insgesamt wurden 3806 € für die Opfer in Südasien gespendet.

Am 13. Januar wurden mehrere Chormitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt: Gabriele Gottwald, Renate Jäkel, Johannes Tschonz und Ursula Tschonz.

Am 8. Februar wurde das Pfarrhaus eingerüstet. Die Sanierung konnte beginnen.

Für die deutschen Fastenpredigten kamen ehemalige Kapläne zurück nach Wittichenau. Prominentester Prediger war Bischof Rudolf Müller, außerdem Pfarrer Ansgar Florian, Pfarrer Winfried Pohl, Dompropst Birkner und Kaplan Norbert Christoph. Pfarrer Johannes Magiera hielt in diesem Jahr die Fastenpredigten in Spremberg. Die sorbischen Fastenpredigten waren wieder wie in den vergangenen Jahren verteilt.

Am 15. Februar fand ein Ökumenischer Gottesdienst statt.

In der Fastenzeit wurde am Dienstag und am Donnerstag jeweils der Kreuzweg gebetet. Daneben gab es die Kreuzwege der Jugend und der
Ministranten und anderer Gruppen, so auch im Adalbertstift.

Am 9. März tagte das Bistums-Konvent in Wittichenau.

Am 18. März gingen die Männer der Stadt nach altbewährter Tradition den Sühnekreuzweg.

In der Karwoche waren täglich mehrere Stunden Beichtgelegenheit. Osternacht und Kreuzreitermesse, das lateinische und deutsche Hochamt
finden mit vielen auswärtigen Gästen wie üblich statt.

Der Anbetungssonntag vor Himmelfahrt trug die Tradition weiter, die einst durch das Erzbischöfliche Amt begründet wurde. Nach dem Krieg war allen Pfarreien der Restdiözese ein Sonntag zu einem sieben-stündigen Gebet zugeteilt worden. Er sollte die „Ewige Anbetung“ ersetzen und fortführen.

Am 8. Mai war Erstkommunion in der Gemeinde.

Wie in den vergangenen Jahren beteiligten sich einige Gemeindemitglieder an der von Herrn Winter aus Cottbus organisierten Wallfahrt nach Altötting.

Fronleichnam vereinte viele Gemeindemitglieder zu den Prozessionen und auch am Sonntag auf dem Sportplatz zur festlichen Messfeier.

Am 5. Juni kam unser ehemaliger Praktikant und am Pfingstsamstag zum Priester geweihte Marco Dutschke zur Nachprimiz nach Wittichenau. Anschließend trafen sich die hiesigen Priester zum gemeinsamen Essen mit dem Neupriester in der Kegelbahn.

Am 17. bis 18. Juni fand die alljährliche Kinderwallfahrt des Bistums nach Rosenthal statt. Am Sonntag, den 19. Juni feierte unser Kinderhaus sein Kinderfest.

Der Konventsausflug führte dieses Jahr nach Bad Muskau und in den dortigen Park.

Am 11. August reisten die Jugendlichen aus Italien zu den Tagen der Begegnung nach Wittichenau an, um sich hier auf den Weltjugendtag in Köln vorzubereiten.

Am 13. August fand am Abend eine Lichterprozession zur Einstimmung in das vorverlegte Patronatsfest am Sonntag statt. Am Sonntag wurde schließlich die Heilige Messe mit den Gästen auf dem Markt gefeiert, anschließend fand auf dem Sportplatz ein großes Gemeindefest statt. Am Montag, dem 15. August fuhren dann unsere Jugendlichen und ihre Gäste nach Köln.

Am 4. September beteiligten sich viele Gemeindemitglieder an der Bistumswallfahrt nach Neuzelle.

In einer mehrtägigen Feier beging die Gemeinde Welzow ihr 100-jähriges Bestehen. Am 10. September feierte der Bischof in Welzow aus diesem Anlass ein Pontifikalamt.

Schwester Oberin Ruth aus dem St. Adalbert-Stift feierte am 24. September ihren 75. Geburtstag.

Am 27. November, dem 1. Adventssonntag, kamen Patres der Hünfelder Oblaten zur Vormission nach Wittichenau.

Am 18. Dezember beging der langjährige Pfarrer von Wittichenau Prälat Morawietz sein Goldenes Priesterjubiläum. Er feierte es mit geladenen Gästen in Schmochtitz. In Wittichenau begegnete der Jubilar vielen Mitfeiernden am 20. Dezember im Adalbertstift.

2006

Am 6. Januar reisten fast 100 Kinder als Sternsinger zum Empfang beim Bundespräsidenten nach Berlin. In Wittichenau hatten zuvor insgesamt 133 Kinder, 10 Jugendliche und 30 Erwachsene am Sternsingen teilgenommen. Sie sammelten Spenden in Höhe von 8.440 €  (im Vorjahr 9.644 €).

Am 27. Januar wurde das umgebaute Pfarrhaus eingeweiht. Dazu waren die beteiligten Betriebe, freiwilligen Helfer, Mitarbeiter, Priester und andere Gäste, insbesondere unser Bischof und der Generalvikar gekommen.

Das Sammelergebnis bei der Häuserweihe – bestimmt für die Renovation der Kreuzkirche – betrug 9.484 €.

Am 12. März war Zählsonntag: 1433 Gläubige besuchten in Wittichenau die Sonntagsgottesdienste. Die geringer werdende Zahl lässt sich damit erklären, dass die Wittichenauer verstärkt auch Gottesdienste in umliegenden Orten besuchen – etwa in Hoyerswerda, Oßling, Rosenthal oder Königswartha.

Am 22. März begann die Gemeindemission durch die Hünfelder Oblaten. Bei den Predigtgesprächen wurden auch innerpfarrliche Spannungen zum angesprochen. Gute Aufnahme fanden die Gottesdienste und Zusammenkünfte der Jugend mit den Patres. Der Abschluss wurde am 2. April gefeiert. 13.000 € spendeten die Gemeindemitglieder den Patres für diese großartigen Tage der Bestärkung im Glauben.

Am Ostersonntag besuchte der Apostolische Nuntius, Erzbischof Ender, mit dem Generalvikar Zomack die Pfarrei. Der Nuntius feierte das lateinische
Osterhochamt, sandte unsere Osterreiter und hielt mit den Reitern aus Ralbitz die Andacht. Von der gläubigen Haltung der vielen Männer zeigte sich der Nuntius beeindruckt.

Am 28. Mai fand die diesjährige Erstkommunion statt.

Am Pfingstsonntag wurde unser früherer Kaplan Benno Jakubasch als Pfarrer in Nebelschütz eingeführt.

Im Juni machten sich zahlreiche Gemeindemitglieder auf, um in Meißen das Benno-Fest mitzufeiern.

Am 24. Juni beging unser Bischof Rudolf Müller seinen 75. Geburtstag und wurde emeritiert. Zum Diözesanadministrator wurde der bisherige Generalvikar Zomack ernannt.

Am 29. Juni beging Pfarrer Gottwald sein Goldenes Priesterjubiläum, das er mit vielen Gästen, darunter viele Priester, in der Pfarrkirche feierte.

Die evangelische Gemeinde erhielt in Pfarrer Ouart einen neuen Seelsorger. Er wurde in Groß Särchen in sein Amt eingeführt.

Mit den ehrenamtlichen Helfern unternahm der Pfarrer im Juli einen Ausflug nach Leipzig.
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Zum 125. Ortsjubiläum unserer Kolpingfamilie trafen sich die Mitglieder am 8. Juli zur Festversammlung. Am darauffolgenden Tag feierten Bischof Müller, Generalvikar Zomack, Generalpräses Werner, Diözesanpräses Křesák und viele Gästen aus den benachbarten Kolpingfamilien den Festgottesdienst in der Pfarrgemeinde. Danach schloss sich ein schönes Gemeindefest für die ganze Gemeinde an.

Pfarrer Christoph Bockisch  ✝

Pfarrer Bockisch wurde am 19.2.1943 in Görlitz geboren. Am 29.6.1968 wurde er in Görlitz zum Priester geweiht. anschließend war er Kaplan in Hoyerswerda, Wittichenau, Assistent in Erfurt und Diözesanjugendseelsorger, Dozent in Neuzelle zugleich Subregens, Seelsorger in Cottbus, Geistlicher Geschäftsführer des St. Benno Verlages, Kuratialpfarrer in der Cottbusser Christus-Gemeinde (1991-1996), zugleich war er Seelsorgeamtsleiter. In Wittichenau wirkte er von 1996 bis 2002 als Pfarrer.

Am 6. August starb in Löbau Pfarrer Christoph Bockisch. Er wurde unter großer Anteilnahme der hiesigen Gemeinde und Vertretern seiner früheren Aufgabenbereiche Neuzelle, Cottbus und dem Bennoverlag in Leipzig am 11. August in Wittichenau begraben.

Die Mitglieder des Bonifatiuswerkes machten eine 4-tägige Fahrt ins Eichsfeld und nach Magdeburg.

Jugendliche besuchten La Spezia in Italien, von wo unsere Gäste zum Weltjugendtreffen 2005 zu uns in die Gemeinde kamen.

Im Oktober fuhren die Firmbewerber für drei Tage nach Lubomierz

Zum Erntedanktag stand wieder ein LKW bereit, die Gaben für das Kloster Alexanderdorf aufzunehmen und zu überbringen.

Der Diözesanadministrator kam zur Versammlung der Mitglieder des Bonifatiuswerkes in unserem Bistum nach Wittichenau.

Die renovierte Leichenhalle – nun Aussegnungshalle genannt – wurde an Allerheiligen gesegnet.

Am 13. Dezember wurde in Rosenthal das Requiem für Prior Ubald Kansy gefeiert. Anschließend wurde er auf dem Friedhof in Ralbitz begraben. Damit war das Zisterzienserkloster Rosenthal unbesetzt. Den vorletzten Zisterzienser hatten wir nur wenige Wochen vorher zu Grabe begleitet.

Die Kollekte Adveniat zu Weihnachten erbrachte 9.000 €. Außerdem wurden für das Kirchendach 5.000 € gespendet.

Am Fest der Heiligen Familie übertrug der MDR die Messfeier um 10:00 Uhr. Gestaltet wurde der Gottesdienst vom sorbischen Kirchen- und dem deutschen Kinderchor.
 

2007

Die Sternsinger sammelten in diesem Jahr 8370 €. Am 20. Januar fuhren sie nach Finsterwalde, wo sich die Kinder unseres Bistums zum
Treffen versammelten. Das ganze Bistum konnte 30.000,- € als Sammelergebnis vermelden.

Im Januar trafen sich ehrenamtliche Männer und Frauen. Sie besichtigten noch einmal das Pfarrhaus samt Wohnungen.

Der deutsche Kirchenchor verabschiedete acht Sängerinnen, die viele Jahre zur Ehre Gottes gesungen haben.

In der evangelischen Kirche findet – wie in früheren Jahren im Wechsel üblich – ein ökumenischer Gottesdienst in der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen statt.

Im März packten Männer und Firmkandidaten bei Arbeitseinsätzen auf dem Friedhof an.  Sie werden vom städtischen Bauhof unterstütz.

Die Fastenpredigten begannen am 25. Februar mit Kaplan Elsner, die sorbischen Predigten wurden in bewährter Weise von den sorbischen Priestern gehalten. Am 3. Fastensonntag hielten drei Patres die Nachmission.

Ein großer Kirchenputz wurde durch die Männer vorgenommen: Fenster und Altäre wurden gereinigt.

Das Vitzkidenkmal bekam seine Inschriften und Ornamente wieder.

Mitglieder des Kirchenvorstands und Pfarrgemeinderates unternahmen eine Kirchenbesichtigungsfahrt nach Bautzen und Zittau.

Am 24. April ernannte der Heilige Vater den bisherigen Generalvikar des Bistums Dresden-Meißen Dr. Konrad Zdarsa zum neuen Bischof von Görlitz.

Am 29. April spendete Bischof Rudolf Müller 44 Jugendlichen aus unserer Pfarrgemeinde die Heilige Firmung.

Am 20. April empfingen 37 Kinder die Erstkommunion.

Am Dienstag vor Pfingsten feiern die Wittichenauer einen ökumenischen Gottesdienst in der Kirche. Die Predigt hält Pfarrer Ouart.

Am 16. Juni sollten Sr. Beata und Sr. Adelheid ihren 60. Professtag feiern. Kurz vor dem Fest starb jedoch Sr. Adelheid im Krankenhaus in Görlitz. Sie hatte fast ihr ganzes Ordensleben im Adalbertstift als Küchenschwester verbracht und war Wittichenau besonders verbunden. Betrübt beging Sr. Beata mit den übrigen Schwestern den hohen Festtag.

Es begannen Arbeiten am Pfarrarchiv. Nachdem die Schriftstücke längere Zeit auf dem Boden beim Sebastiansaal gestapelt waren, sollen sie nun systematisch im Pfarrhaus aufgestellt werden. Seit dem Einbau einer Wohnung ist dort jedoch nur begrenzt Platz. Es fehlt außerdem ein Verzeichnis der Kunstgegenstände der Gemeinde.

Im Juli wurde der Aufgang zum neuen Teil des Friedhofs gebaut.
Außerdem wurde die Kinderwallfahrt auf der Wiese neben der Alten Schule eröffnet.

Zum wiederholten Male wurde statt der Prozession am Patronatsfest eine Lichterprozession am folgenden Samstag abends gehalten.

Im September wurde die geplante Neugestaltung des Spielplatzes am Kinderhaus beraten.

In Dörgenhausen sollte der spätgotische Flügelaltar restauriert werden. Die Sparkasse erklärte sich bereit die Aufarbeitung zu sponsern.

Sechs neue Ministranten wurden in einem Schnellkurs auf ihre Aufgabe vorbereitet.

Zum 1. Dezember wurde Pfarrer Thielscher nach Görlitz an die Bischofskirche versetzt. Der dortige Pfarrer sollte hier seinen Platz einnehmen.

Am 1. Dezember wurde der neue Wittichenauer Pfarrer Dr. Wolfgang Křesák um 10:00 Uhr in sein Amt eingeführt. Der neue Pfarrer wurde vom Pfarrhaus abgeholt und durch eine vor dem Hauptportal stehende Ehrenpforte in die Kirche geleitet. Auch in der Kirche war eine große Girlande aufgehängt. Die Feierlichkeiten waren nach ersten Plänen etwas reduziert worden. Ursprünglich sollte der Pfarrer mit einer Kutsche in Dörgenhausen abgeholt und von Reitern nach Wittichenau begleitet werden. Der Bürgermeister sollte ihn am Marktplatz begrüßen, worauf sich der Einzug in die Kirche anschließen sollte. Doch weil eine solcher Ablauf auch bei seinen Vorgängern nicht üblich war, wurde letztlich ein weniger aufwendiges Programm gestaltet.

Die Einführung nahm der Dekan des Dekanats Görlitz-Wittichenau Christian Burczyk vor. Diakon Boleslau Křesák, der Vater des Pfarrers, assestierte im Gottesdienst. Es sangen die beiden Kirchenchöre. Am Ende wurde der neue Pfarrer von der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Kerstin Scholze im Namen der Gemeinde begrüßt. Weitere Grußworte und Glückwünsche wurden im Anschluss im Alten Bahnhof an Pfarrer Křesák gerichtet. Zur Pfarreinführung waren auch viele Gemeindemitglieder aus der Jakobus-Pfarrei aus Görlitz gekommen.

Eine erste Dienstbesprechung der Wittichenauer Seelsorger mit dem neuen Pfarrer fand am 6. Dezember statt. Dem Kirchenvorstand begegnete der Pfarrer in einer ersten Sitzung am 17. Dezember, dem Pfarrgemeinderat am 18. Dezember.

Am Heiligen Abend lud Pfarrer Křesák seine Mitbrüder und die Mitarbeiter der Pfarrgemeinde zum gemeinsamen Abendbrot ein. Die Christnacht wurde in
Konzelebration gefeiert.

Am 27. Dezember beging Pfarrer Paul Christoph seinen 75. Geburtstag. Zum Jahresende trat er in den Ruhestand und Pfarrer Křesák wurde zum Pfarradministrator von Bernsdorf ernannt.

2008

Der neue Pfarrer Křesák erlebte im Januar die Häuserweihe, an der er sich nach dem bereits bestehenden Plan beteiligte. Als erstes Dorf besuchte er
Sollschwitz, später auch Neudorf und Spohla. In der Stadt wurden von den Seelsorgern insgesamt ca. 300 Haushalte gesegnet.

Am 9. Januar fand in St. Hedwig in Görlitz das Konvent statt.

Am 13. Januar besuchte Bischof Konrad Zdarsa Wittichenau und traf Gemeindemitglieder und Seelsorgern am Ort.
Pfarrer Christoph, der im Pfarrhaus in Bernsdorf wohnen bleibt, wird zunächst die Gottesdienste in Bernsdorf weiter feiern. Pfarrer Křesák kümmert sich jedoch um die Verwaltung und die Zusammenarbeit mit Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat.

Da in Rosenthal seit dem Tode von Pater Ubald keine Neubesetzung erfolgte, helfen Wittichenauer Seelsorger mit anderen Nachbarn bei der Feier der  Sonntagsmessen um 9:00 Uhr aus.

Im Februar werden neben den seit Monaten in Firmgruppen vorbereiteten Jugendlichen auch die in letzter Zeit Konvertierten auf die Firmung vorbereitet.

Am 12. März findet ein weiteres Konvent in St. Jakobus in Görlitz statt.

In der Heiligen Woche leitete Kaplan Roland Elsner am Karfreitag und in der Osternacht die Liturgie, die in Konzelebration gefeiert wird. Am Ostersonntag sendet Pfarrer Křesák die Wittichenauer Kreuzreiter aus und empfängt Ralbitze und am Abend auch die Wittichenauer an der Pfarrkirche. Kurz vor Ostern war über einen veränderten Prozessionsweg der Wittichenauer Reiter diskutiert worden. Schließlich blieb es beim alten Weg.

In den Tagen nach Ostern waren zwei Priesterbeerdigungen. Am Osterdienstag wurde in Schwerin Pfarrer Wolfgang Pohl begraben, der
hier eine kurze Zeit als Neupriester gewirkt hatte. Am Montag nach dem Weißen Sonntag – dem nachgefeierten Hochfest der Verkündigung des Herrn, wurde in Görlitz der frühere Dompropst und langjährige Pfarrer der Bischofskirche Wolfgang Gerlach beigesetzt. Bei beiden Priesterbeerdigungen hielt unser Bischof das Requiem.

Am 29. März war der Pfarrer mit den Firmlingen zu einer Begegnung mit dem Bischof in Görlitz.

Am 6. April fand die Firmung der Jugendlichen und sechs Erwachsenen statt.

Am 5. Mai starb der Vater von Pfarrer Křesák im Alter von fast 84 Jahren. Die Beerdigung fand am 15. Mai unter großer Beteiligung von Priestern,
Diakonen und verschiedener Gemeinden statt.

Vom 9. Juni bis 3. Juli vertraten Seelsorger der Gemeinde Pfarrer Christoph. Sie übernahmen die Sonntagsmessen um 9:00 Uhr und eine Beerdigung.

Am 30. Juni beendete Frau Christina Kral ihren hiesige Dienst als Gemeindereferentin und übernahm anschließend die Leitung des Johanneshauses in Cottbus. An ihre Stelle trat einige Monate später die bisherige Diözesanjugendseelsorgerin Ingrid Schmidt, die wiederum von unserem bisherigen Kaplan Roland Elsner abgelöst wurde. Kaplan Elsner leitete in Wittichenau noch die beiden Religösen Kinderwochen vom 14. bis 18. Juli und vom 21. bis 25. Juli.

Am 4. Juli  feierte Pfarrer Josef Kuschnik seinen 75. Geburtstag in Nebelschütz. Er war lange Zeit Pfarrer der Gemeinde in Kamenz.

Am 20. Juli gestaltete die Pfarrgemeinde einen Festgottesdienst auf dem Marktplatz anlässlich der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen Wittichenau und Lubomierz (ehemals Liebenthal). Zum Mittagessen waren die auswärtigen Gäste und die geladenen Ehrengäste
in Sollschwitz eingeladen. Dort wurde an diesem Tag das Krabatfest gefeiert.

Am 27. Juli wurde Kaplan Roland Elsner verabschiedet. An seine Stelle tritt im August der bisherige Kaplan von Finsterwalde Daniel Laske.

Am 2. August begeht der langjährige Pfarrer von Wittichenau, Domkapitular in Ruhe, Prälat Heinz Morawietz seinen 80. Geburtstag. Da er hier noch in vielfältiger Weise seelsorglich tätig ist, kommen viele zur heiligen Messe, die er in Konzelebration mit Professor Friemel und Prälat
Grande, mit seinen ehemaligen Kaplänen und mit den gegenwärtigen Seelsorgern der Pfarrei Wittichenau feierte. Die Predigt hielt Pfarrer Georg Walter.
Gratulationen erfolgten auf seinen Wunsch am Nachmittag in Neudorf, wo er in der Pension Graf seine Gäste empfing.